Zuzug der Feinde aus dem Elsaß.
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Da nach der Einnahme der St. Martinsbrücke Klagen der Mann- 1622.schast über die Unbequemlichkeit und den geringen Raum des Lagerszu Eins laut wurden, vertheilte der General das Heer in die ver-schiedenen Dörfer des Unterengadins. Die Glarner, nämlich OberstSchund, Tschudi, Beldi und Martin, sowie Huber aus Zürich lagerten ^sich in Schuls; der General selbst, Joh. v. Salis, des Obersten Bapt.
Sohn, Heinrich v. Hartmannis und Stephan Thys mit seinen Dra-gonern zu Ardez; Andr. v. Salis, Wertmüller, Stapfer und Steinerzu Gnarda; Christoph Montalta, Johannes Catalina und Flori Buolzu Lavin und Heer, Thüring Enderlin, Täscher, Schieß und Zeuch zuSüs. An lezteren Ort kam auch Jenatsch, wurde jedoch bald daraufnach Davos zurückberufen. Diese Bertheilung der Truppen in mehrereLager erwies sich in der Folge als sehr schädlich für unsere Sache.
Im Oberengadin befand sich Wolfgang v. Juvalta. Während mehrererTage lagen die Bündner müßig, in Erwartung des Waffenstillstandes,zu welchem Hoffnung gemacht worden war.
Inzwischen rückte vom Elsaß her eine große Anzahl Kriegsvolkauf die Bünde zu. Es waren dieses sechs weitere Compagnien desRegiments Sulz und mit ihnen auch der Graf in eigener Person.
Die übrigen Hauptleute waren Joh. Ludwig Steinbock, Major, AmGrütt, an dessen Stelle dann Freiberger trat, Siegmund Frei undSebastian Ludwig Herbstheimer. Ferner vierzehn Compagnien ausdemchurgundischen Regiment des Freiherrn von Wattenwil, unter demBefehl des Majors Felix O'Neal, eines Jrländers. So waren es derGras v. Sulz, ein Bürger von Zürich und der Freiherr v. Watten-wil, ein Berner, welche Krieg gegen die Bündner führten. Es kehrtendie Schwarzwälder unter Hieronymus August zum Jungen ebenfallswieder, und dann befanden sich bei diesen Truppen noch hundertfünfzigDragoner. Alle lagerten sich zuerst in Bregenz und den umliegendenOrtschaften. Auch Baldiron vervollständigte sein Regiment. Dannfand die Veränderung im Commando statt, daß an die Stelle deskranken Freiherrn v. Kernisch, Steigert Fähndrich, Spiegel eintrat,und an diejenige der Freiherrn Ejerlin und Fels, sowie Treuers, GrasParis Ladrono, Vollmann und Montebello Beretto, alle als Haupt-leute. Die Ankunft dieser Truppen machte die Oesterreichs um Vieleskühner. Die Muntafuner unternahmen unter Beistand der SalzburgerStreifzüge gegen das Prättigau und die Herrschaft Maienfeld. Sobrachen Sonntags den 7. August die Salzburger und die Bewohner 7.Aug,