Bundstag zu Hur,
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Zweihundert Eurer und Curwalder kamen nun den Schürfern, eine >622Abtheilung Davoser den Castelsern zu Hülfe. Die vier Dörfer unddie nächsten Gemeinden im grauen Bunde eilten an den St. Luzien-stcig. Da der Feind seine Kräfte in verschiedene einzelne Haufen ge-theilt hatte, wurde zu Grüsch im Prättigau von Georg Saluz undeinigen andern Hauptleuten, unter welchen auch ich mich befand, berath-schlagt und beschlossen, daß an einem und dem nämlichen Tage dieBündner von allen Seiten (man gedachte sich durch Signale zu ver-ständigen) den Feind, der zerstreut leichter zu schlagen war, angreifensollten. Der Bote, der in's Engadiu zu gehen hatte, langte aber nichtrechtzeitig an. Zwar gefiel der Rathschlag auch dem Oberanführcr,doch kehrten inzwischen die Meisten, welche an den St. Luziensteig undin's Prättigau gekommen waren, wieder heim. Bald wurde vonNeuem gemeldet, daß der Feind die Prättigaucr mit einem Angriffbedrohe und daher die Compagnien Zeuch und Heer dahin gerufen;man beschloß auch, daß Zeuch das Schlapinerjoch, Heer dasjenigeüber den Gabiaberg bewachen sollte. Die Compagnien Zenatsch undSprecher blieben zu Davos. Bald darauf wurde auch Thürinz Endcr-lin aus dem Engadiu in die Herrschaft Maienfeld gesandt. So verlorErsteres viele Mannschaft und allzu spät erfuhr man, daß Laldironden größten Werth darauf gelegt hatte, alle österreichischen Truppengegen das Engadin zu führen.
Donnerstags den 18. August trat zu Cur der Bnndstag zusammen, is. ,»>„Vor demselben erschienen zwei Boten aus der Eidgenossenschaft, Sa-lomon Hirzel, des Raths in Zürich und Adam Boninger von Glarus,welche die Bündner zur Eintracht ermähnten, — denn es hieß, daßProtestanten und Katholiken unter sich uneins wären. Zudem, sagtensie, könne man hoffen, daß Alles recht bald auf friedlichem Wege ge-ordnet würde. Es sei nämlich behufs einer solchen freundsck'astlichcnAusgleichung die kaiserliche Stadt Lindau am Bodensee als Ort derZusammenkunft bezeichnet worden. Endlich sei auch dazu Hoffnungvorhanden, daß der Erzherzog Leopold zum Waffenstillstand einwilligenwerde, was sie auch von den Bündnern verlangten. Immerhin möchtenaber dieselben inzwischen auf ihrer Hut sein. Wir unsererseits sagte»ihnen unsern Dauk und baten sie, ihre Hülfe und ihren Rath uns auchferner «»gedeihen zu lassen, versprachen auch, die Waffen sofort nieder-legen zu wollen, nachdem der Erzherzog den Waffenstillstand genehmigthaben würde. Sie wiesen uns übrigens ein Schreiben des Kaisers