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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Am Eingänge von Val Tasna.

1633. Übeln Gesnndhcitsnmständen Joh. Pet. Gulers und Andr. Sprechersviel schadete, da alle drei tüchtige Soldaten waren. Zudem befandensich dazumal auf Werbung in der Eidgenossenschaft die Hauptleute Dic-tegen v. Hartmannis, Georg Ienatsch (dazu noch ebenfalls an seinerGesundheit leidend), Joh. Friedrich v. Salis und Daniel Beldi.Wcrtmüllcr aber, der ebenfalls zu Guarda lag, war bei Einbruch derNacht mit seiner Compagnie, der sich auch Einige aus der Steiner-scheu angeschlossen hatten, nach Lavin gegangen. Während dieserganzen Nacht erschien der Himmel über dem Dorfe Ardez so roth, alswäre er mit Blut bedeckt.

Die Bündncr feuerten bis Tagesanbruch ohne Unterlaß mit Haken-büchsen gegen die in das Tasnathal eingedrnngene erlesene Mannschaft,welche ihrerseits mit Musketen antwortete. Am Morgen des zweiten2 . Scm. Septembers, eines Freitags, wurden jene tausend Mann, (einer wardurch die Kugel einer Hakenbüchse gefalle»), nachdem man Jedem einenTrnnk Wein gereicht, von dem Oberstlieutenant Altmannshanser unddem Hauptmann Kleinhans zum Angriff gegen die Engadiner geführt,welche ihre Stellung auf dem Berge hielten. Die Oestcrreicher hatteneinige Engadiner Ueberlänfer in ihrer Mitte, welche ihnen den Wegwiesen. Die Affaire begann Morgens um 7 Uhr. Der General sandtezwar die Hauptleute Thys und Steiner mit dreihundert Engadinernzu Hülfe, doch langten diese zu spat an. Inzwischen durchbrach dergrößere Theil des österreichischen Heeres das Tasnathal bei Eanova,Einige wurden an den Jnn hinab gesandt, um die Büuduer auch dortanzugreifen. Als dann der Berg schon besezt worden, fand der Angriffgegen diejenigen zu Canova von beiden Seiten statt. Viele, daruntereinige Prättigauer, vertheidigten sich tapfer und zogen erst spät sichzurück. Heinrich v. Hartmannis und Friedrich v. Salis wurden unterden Lczten auf der Schanze gesehen. Aber eine große Anzahl aus dembünduerischen Heere hatte sich schon Nachts vorher nach Süs ge-schlichen. Einige vom Glaruer Regiment und der Compagnie Huber,mit der Plünderung des Dorfes Ardez beschäftigt, wurden vom Feindeüberrascht und getödet. Andere ertranken im In». Als die Feindenach Canova kamen, fanden sie daselbst im Hause des Johannes Gnlfineinige Fäßchen mit Schießpulver, von welchen sich eines entzündete,die Mauern des Gebäudes auseinandersprengte und auf diese Weisezehn Mann tödete. In der Verfolgung der Bündncr begriffen, tratendie feindlichen Dragoner viele Engadiner Weiber und Kinder unter