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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Kampf zu Canova

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Der Graf begab sich sogleich in das Thal hinein, um den Zugang 1622 .auszukundschaften, kehrte dann zu den Seinigen zurück und obschon die»- ScptNacht einbrach und man es von verschiedenen Seiten ihm widercieth,

, wollte er dennoch nicht länger zögern und ließ tausend auserlesene! Musketiere in Val Tasna hineinrücken. Es hatte der bündnerische^ Oberanführer übrigens dafür gesorgt, daß die Brücke durch Heinr. v.

> Hartmannis abgebrochen worden war. Die meisten bündnerischeni Compagnien, welche früher zu Ardez und Schuls lagen, befanden sich^ damals hinter den Schanzen des Weilers Canova, das oberhalb Ardez! am Eingang des Tasnathales liegt. Den Engadinern, welche diei Fußsteige kannten, war die Hut des Berges anvertraut. Huvber hattedie Brücke zu bewachen, welche unterhalb Ardez nach dem Dörfchenj Suroen hinüberführt, und es schien dieß um so nothwendiger, als! am nämlichen Donnerstage ein Trupp Tiroler von Tarasp gekommen^ war und es in Asche gelegt hatte. Man befürchtete auch an dieserStelle einen Einbruch Henli's. Im Kciegsrathe der Bündner zui Ardez wurden sehr verschiedene Meinungen laut. Einige riechen alleTruppen in Ardez zum Widerstand gegen den Feind zu conceu-!' triren, — aber der General befürchtete durch die Thäler Fermunt^

^ und Tuoi umgangen und abgeschnitten zu werden. Andere meinten,man thue besser mit allen Truppen nach Süs zu gehen und dortdie Hülfe der Davoser, Prättigaucr und klebrigen zu erwarten. DieseAnsicht hatte bereits die Oberhand und der General sie den Com-pagnien zu Guarda mitgetheilt, als die Glarner (unter ihnen haupt-sächlich Tschudi) die Bemerkung machten, es sei besser in Ardez zu! bleiben, weil bei einem Wechsel des Lagers in der Nacht ein Theilder Truppen sich wegschleichen würde. Dieser Meinung pflichteteauch Stephan Thys bei, der den Weiler Canova, wo sie sich be-fanden, für hinlänglich gesichert hielt und im Weitern die Ueber-zeugung aussprach, der Berg mit seinen schmalen Fußsteigen würdesich durch Wenige vertheidigen lassen. Um Mitternacht berief derGeneral den Hauptmann Steiner, von Guarda her, zu sich, dochblieben dessen Leute daselbst zurück, wenn auch ohne Führer. Stapferwar nämlich vor acht Tagen, durch die Strapazen erkrankt, nach' Zürich abgereist, was der bündnerischen Sache im Verein mit den

b tg Hz sich dasselbe von Wirt unweit Galthnr znm Fermuntpaßherauf, welcher es von dem bündnerischen, bei Guarda mündenden Berg-thale Tuoi scheidet.

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