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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Und zu Aquasana.

1622 . welcher Mannschaft in den Wald bei Naschnalz postirt. Inzwischen ls, Scpt. brannten die Feinde die meisten Häuser im innern Theile des Gerichts jKlosters nieder, so daß von vierhundert Firsten nur siebenzig übrigblieben. Gegen Mittag des fünften September begann ein Theil derFeinde, unter dem Befehl des Grafen Alvic v. Sulz und des Haupt- 'Manns Hieronymo Rondinelli den Angriff, der aber von den Bündncrn, ,,wenn sie auch nicht mehr als fünfhundert Mann zählten, dennoch kräftig jzurückgeschlagen wurde. Der bei der Affaire anwesende Pater Alexiusschreibt, es feien die Pcättigauec dabei pfeilschnell wie die Gemsen voneinem Felsstück znm andern mit ihren Prügeln gesprungen und hättensehr tapfer gekämpft, — was die Eidgenossen thaten, schäzt er gering. 'Der Graf Alvic sah sich von seinen Leuten beinah gänzlich verlassen und sauch die feindlichen Dragoner wurden in die Flucht geschlagen, von lder Baldiron die Seinen weder durch Worte noch Prügel zurückhaltenkonnte. Da auch Mangel an Schießpnlver sich fühlbar machte, warbereits davon die Rede, die Gefangenen zu töden. Da ermähnte der >Graf, der ebenfalls ein wenig zurückgewichen war, in heftiger Redeund unter Hervorhebung der deutschen Tapferkeit, noch einmal seine !Leute auszuharren und schritt dann mit Rondinelli und Andern, welche ^leztere er unter Altmannshauser dem Berge zusandte, mit höchsten Nach-drucke zu einem neuen Angriff auf die Prättiganer, welche weit aus inder Minderzahl durch die den Berg hinaufströmenden Feinde nacheinem heftigen Treffen aus ihrer Stellung geworfen wurden. Sie fzogen sich auf die nächste Matte Lavisana^ zurück, aber statt am iRande derselben sich aufzustellen, besezten sie deren Mitte, wodurch dieFeinde in Stand gesezt wurden, ihrer Viele aus günstiger EntfernungLurch Flintenschüsse zu töden. Mit gesenktem Haupte stürzten dreißigPrättiganer mit ihren Prügeln mitten in den Feind, erschlugen Viele,fanden aber auch sämmtlich den Tod. Hier wüthete der Kampf amheftigsten. Schon rückte die feindliche Reiterei auf der Landstraßegegen das Dorf Saas vor. Als jene im Walde befindlichen zwölfFähndriche ihre Richtung eben dahin nahmen, fielen sie in einen Hin-terhalt der feindlichen Kavallerie, welche hinter einigen Häusern sichversteckt hielt. Damals geriethen bis auf diejenigen der CompagnienZoh. Peter Guler, Steiner und Kienast sämmtliche Banner in die

2? Andere nennen sie der treffliche», dort hervorsprudelnden Quellehalber, Aquasana. Zusaz des Verf.