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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Bundstag zu Cur,

1622, „och dazu in Partheiungen gespalten." Sein Vater", ein so be-rühmter Krieger er auch gewesen, hätte doch kaum sein eigenes König-reich wieder zu gewinnen vermocht. Er mahnte den Bundstag sich anden Engadinern und Prättigauern ein Beispiel zu nehmen, die auchzu viel Hoffnung und Vertrauen auf die Franzosen und Ander» gesezt.Und diese Rebellen seien noch nicht einmal nach Verdienst gestraftworden, da man ihnen zulezt ja Gnade widerfahren ließ. Den beidenBünden aber und der Herrschaft Maienfelb würde es weit schlimmerergehen, wenn sie die mit dem Hause Oesterreich abgeschlossenen Ar-tikel verlezen wollten; ihren Bewohnern würde man kaum den Bettel-stab lassen, wenn sie nicht schon vor Anknnft der französischen Hülfenoch durch die Schwerter der Spanier ihren Tod gefunden habensollten. Dieß sage er ihnen als deutscher Graf und Nittersman», ausbesonderer Liebe zu den Deutschen, zu welchen die Bnndner ja auchgehörten. Demnach wünschte er sie im Voraus gewarnt z» haben.

Damals langte aus den Niederlanden Alvaro Sandez, Marquesdella Val Fontana, an, welcher, wie man sich sagte, die Keckheit derRede des Grafen v. Sulz gegen den König von Frankreich durchausnicht gebillgt haben soll.

Auf dem nämlichen Bundstage erschien Namens des Bischofs vonCur, der damals zu Feldkirch war, Doctor Christas Schalk und er-neuerte die alten Rechtsprätensionen des BiStbums.is.Tcc. Montags den 19. December gaben die Boten der beiden Bündeihre Antwort auf die Anfrage des Grafen v. Sulz und des SpaniersPerez ab, verzichteten auf die Madrider Artikel und wurden an jene»,Abend dafür mit einem sumptuosen Gastmahl bewirthet, welches derGraf auf dem Rathhause gab. Auf Anregung, richtiger jedoch Befehl ,der Spanier beschloß man eine Gesandtschaft zu den Eidgenossen inden Personen von Caspar Schmid v. Grüneck und Rudolf Andreasv. Salis, welche dann die Katholiken von Ort zu Ort besuchten undihnen anzeigten, daß die beiden Bünde und die Herrschaft Maienfelbvon dem Madrider Vertrag gänzlichen Umgang nähmen. Das Näm-liche wurde den evangelischen Orten geschrieben.

Freitags den 16. December vorher zogen drei Compagnien desLodronischen Regiments, nämlich die von Lndisdorf, Wollenstem und

Nach Molina drohten sie ihn nvthigenfalls selbst »in Krieg zuüberziehen.

Heinrich IV.