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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Die Mehrzahl der Truppen zieht ab.

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Alberico's von Lodroni, welche früher zu Süs und im Münsterthale 1622.lagen, über den Albula und Cnr nach Feldkirch ab. Einige kamen aufdem Berge vor Kalte um. Der Durchpaß fand nicht ohne großenSchaden der bnndncrischen Einwohner statt.

Dienstags den 20. December brach Baldiron mit seinem Negimenteso.Dcz.aus der Herrschaft Maienfeld auf nnd verließ die Bünde in der Richtungnach Bregeuz. Das Regiment zählte kaum vierhundert Waffenfähigemehr. Vier Tage später verließ anch dasjenige des Grafen v. Sulz(ursprünglich aus zehn Compagnien bestehend, war dasselbe auf drei-hundertfünfzig Mann zusammengeschmolzen) die Stadt Cur, um eben-falls nach Bregeuz zu ziehen. Der Graf selbst blieb in Cnr zurück, daTags vorher eine Lvdroni'schc Compagnie dahin gekommen war undnunmehr die Besazung bildete. Als solche empfing das Schloß zuMaicnfeld ebenfalls zweihundert Oesterrcicher. Alle diese Compagnienwurden von Monat zu Monat durch Andere abgelöst. So kehrte auchCarl Robustell mit dem Reste der Veltliner und Balestras Reitern ausder Herrschaft Räzüns iu's Veltliu zurück. Das Burgundisch-Watte-wil'sche Regiment, einst fünfzehn Compagnien stark (denn der Freiherrvon Jgnn und die Seinigen hatten sich in der Herrschaft Maienfelddamit vereinigt) zahlte jezt deren kaum sechs noch und keine überhundert Mann. Sie blieben in der Herrschaft Räzüns und triebenRaub und Diebstahl aller Art. Als sie übrigens einen Mezger vonCur und einen Bauern von Hohentrins umgebracht hatten, wurdenihrer zwei auf dem St. Martinsplaz zu Cur durch das Schwert hin-gerichtet. In ähnlicher Weise betrug sich übrigens die Besazung zuCur selbst, sowie diejenige z» Maienfcld. An der Rheinbrücke plün-derten sie einen Eidgenossen auü und nahmen ihm auch das Leben.

Die armen Prättigauer und Reisende wurden ebenfalls ausgezogen.Inzwischen ließ Graf Nlvic zwischen dem Zeughaus und der Chor-herren Trinkstube^, welche die Stadt vom bischöfliche» Hofe scheidet,zwei verschanzte Häuser^ baue».

Es sandten inzwischen die beiden Bünde und die Herrschaft Maien-ihre Gesandten ^ nach Mailand. Sie weilten ziemlich lauge daselbst,

53 S. oben S. 106 Anmcek. 53.

5r Demos viillatas im Original.

55 NemliL Landrichter LuziuS v. Mout. Kand. Schmid v. Giüncckaus dem ober» Bund, Fort. v. Juvalt nnd Bürgermeister GregorinsGngclbng N. Moos aus demienlgcn des Gotteshauses und Landvogk