Beitag zu Jlanz.
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später die Ratifikation versagt würde, so zöge man sich ohne Zweifel 1628.den Unwillen der Mächte zu, mit welchen die Unterhandlungen ge-pflogen worden seien. Die Gemeinden möchten ferner erklären, obfür den Fall, daß Diejenigen, welche in dieser Sache dem Vaterlandej dienten, von Andern dafür mit Unheil bedroht würden, (was man! jedoch nicht glaube) sie auf Verlangen bereit wären, Behörden undj Privatpersonen, wie recht und billig, mit ihrer Hülfe zu unterstüzen.
! Leztlich wurde» die Decrete bezüglich des Werbverbots und des! Mißbrauchs im Durchpasse bestätigt und der nächste Beitag auf den22. November zu Jlanz angesezt. Der Grund fand sich darin, daßzu C»r auf dem bischöflichen Hofe und am untern Thore sechszig, inSchams aber zweihundert Personen von der Pest hingerafft wordenwaren. Doch hörte die Seuche, Gottlob, im Monat Januar auf.
Am festgefezten Tage trat man zu Jlanz zusammen. Die Gesandt-schaft nach Innsbruck wurde, weil man wegen der Pest noch Verdachthegte, uni einige Tage verschoben. Denjenigen, welche gegen dasVerbot in Kriegsdienste gezogen waren, wurde der 18. Januar alsj peremtorischer Termin gesezt, an welchem sie persönlich oder gehörigvertreten zu erscheinen und Gehorsam zu leisten hätten, widrigenfalls> Verbannung mit Einzug der Güter ihrer wartete. Von dieser Bundes- r
Versammlung aus wurden Rudolf v. Schauenstein, Fortunat v. Juvalt I
j und Johannes Guter zum französischen Gesandten, der zu Fürstenau x
! im Tumleschg sich befand, abgeordnet, um ihm dreierlei vorzuschlagen. z
Der erste Punkt betraf die Erneuerung der Erbeinigung. Hierauf z
erwiederte derselbe: er glaube, daß wenn solche in einfachen, klaren D
Worten stattfinde, sein Monarch sich derselben nicht widersezen würde; Afür dermalen aber müsse er dagegen Protestiren und sie für null und H
nichtig erklären, wie er es schon zu Cur am 11. November gethan Z
hätte. Zweitens wünschten die Bündner die lczte und bestimmte Ant- h
wort des Statthalters von Mailand zu erfahren. ^ Hieraus soll der, Gesandte geantwortet haben, er glaube es selbst, daß sie hinter das
Licht geführt worden seien; inzwischen sei es nöthig, daß sich dieBündner derartiger, weiterer Mailänder Unterhandlungen eutschlügen.Drittens, daß dem Vorgehen der Veltliner in Auferlegung von Zöllenund Begehung anderer Ungeheuerlichkeiten^ ein Ziel gesezt werde.
Es ist auffallend, daß solche auf diesem Umwege in Erfahrung? gedruckt werden wollte,e 37 Lnoriiiilatibus^peepvlrunüis.