Erstes Buch
Verhandlungen zu Innsbruck betreffs Erneuerung der Erbcinigung.Beitag zu Cur. Prätensionen des Bischofs und Capitels zu Cur. Protestdes stanz. Gesandten gegen die Jnnsbrucker Verhandlungen. FranzösischeErläuterung des Vertrags zu Monsonio von, 6. Juni 1628. Die Kaiser-lichen unter Mcrodc besezcn im Interesse der Kriegführung in Italienplözlich und mit List die Bünde. Erneuerte Erbeinignng vorn 8. August1629. Tagsazungeu zu Baden, Solotburn und andern Orten und Ver-handlungen mit Frankreich betreffs Befreiung der Bünde von dem fremde»Kriegsvolke. Ankunft des Marschalls Fran^ois Bassomvierre in der Eid-genossenschaft und Vortrag desselben zu Solotburn. Französische Wer-bungen. Gewaltherrschaft Nud. Planta's im Unterengadin. Friede zuCbierasco von, 6. April 1631. Abzug der kaiserlichen Truppen aus denBünden im September des nämlichen Jahres.
Von Ende 1628 bis Mitte Herbstmouat 1631.
Donnerstags den 28. December 1628 reisten die oberwähnten 1628.Gesandten' aus den Bünden nach Innsbruck ab, wo sie Mittwochsden 3. Januar anlangten und Tags darauf vom Erzherzoge empfan-gen wurden. Der Inhalt ihres Vertrags (Juvalt führte das Wort)ging dahin: Die Erbeinignng, bis jezt beiden Theilen von Nuzen,sei durch die lezten Unruhen und Kriege unterbrochen worden, weßhalbsie Auftrags der bündnerischen Gemeinden, die bereits im verwichenenSeptember in dieser Sache Gesandte abgeordnet hätten, nunmehr aber-mals behufs Erneuerung derselben hieher gekommen wären. Der Hof-kanzler Joh. Lintner antwortete, man würde unverweilt einige Com-missarien ernennen, welche die Sache mit ihnen zu behandeln hätten.
Diese waren der Freiherr v. Bemmelberg, der Hofkanzler Lintner selbst,
i Luzius v. Mont, Fortuna! v. Juvalt und Commissarius AndreasSprecher. S. Thl. I. S. 609.