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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Beitag zn Ems.

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einen Brief gewickelt, der weht zugesiegelt war. Lande sandte hierauf 1631.Servien ein Schreiben zu.

Es mochten zwölf Compagnien sein. Fünf davon, zum RegimenteSulz gehörend, commandirte Ellas Berlin, Sergentmajor; vier, vomRegiment Merode, standen mit der ganzen Besazung unter dem BefehlWerner Paltants, Freiherr» von Moriamme, als OberstlieutenantMerode's. Die drei übrigen befehligte der Gras von Wizleben. DieGesammtzabl erreichte etwa achtzehnhuudert Mann.

Zur Hut des St. Luzicnsteiges, sowie der Rheinbrücke, wo diehölzernen Baracken des befestigten Brückenkopfes noch unverlezt stan-den und durch Oberst Brügger dem Hauptmann Cambrio vom Regi-ment Wizleben abgekauft worden waren, wurden Maienfeldcr undeinige französische Deserteure aufgestellt.

Um für die Sicherheit des Landes Sorge zu tragen, fand aufDonnerstag den 18. September ein Beitag zu EmS (in Cur wütheteimmer noch die Pest) statt. Vor demselben erschien Vincenz Menniovon Ardenn im Veltlin, im Geleite eines Notars, mit dem Gesucheder Vcltliner um Bestätigung der neu gewählten Amtleute. Landeantwortete schriftlich, bezog sich auf den ihnen durch den GesandtenMesmin am 29 . December 1628 gegebenen Bescheid und dranggleichzeitig auch auf Genugthuung für alle gegen den Tractat zuMonsonio vorgekommenen Contraventionen.

Man beschloß auf diesem Beitage auch den Bundsbrief von Neuemzu beschwören und dreitausend ausgewählte Männer, von jedem Bundetausend, auf die Beine zu stellen, welche ohne alle und jede Auslagenvon Seite der Bünde durch die Franzosen unterhalten werden sollten.

Zur Wache am St. Luziensteige und an der Rheinbrücke sollten nurdreihundert verwendet werden. Alle Gemeinden hätten sich mit Waffe»und andern Kriegsbedürfnissen wohl zu versehen, um beim erste»Allarmzeichen gerüstet zu sein. Der nächste Beitag wurde auf den9. Oetober in Maienfeld abzuhalten beschlossen.

Inzwischen zogen zwölf kaiserliche Jnfanteriecompagnien und zweiSchwadronen Reiterei, welche aus dem Herzogthum Mantna kamen,durch die Bünde nach Deutschland. Vier Compagnien davon gehörtenTorquato Conti, früher Francesco Carrecto, Marchese di Grana;fünf Joh. Rudolf Colloredo und drei Joh. Georg, Markgrafen vonBrandenburg. Es zogen auch zwei Schwadronen des Marchese GiulioRango, in seiner persönlichen Begleitung durch