Schreiben des Kaisers an die Bü nde.
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Friedens gehört und daß die bündnerischen Pässse wieder freigegebenwären, — weßhalb man Ihrer kaiserlichen Majestät aufrichtig danke,ohne daß man übrigens je an dem besten Willen, oder der gegebenen! Zusage Derselben gezweifelt hätte. Da aber keil Gelegenheit der Be-sezung des Landes durch die kaiserlichen Truppen die Bünde sowoblim Allgemeine» als deren Bewohner im Besondern unberechenbarenSchade» erlitten, wovon man Gallas in Kenntniß gesezt habe undderselbe getreulich berichten werde, — bitte man bescheiden um einig«Vergutung desselben. Und weil sie im ferneren bereits öfters sowohlschriftlich als durch Gesandte Ihre kaiserliche Majestät gebeten hätten,
, durch Ihr Ansehen dahin zu wirken, daß den Bünduern ihre rebellischen- Unterthanen im Veltlin und den Grafschaften Worms und Cläreni wieder unterworfen würden, welche Bitten bisher aber stets fruchtlos! gewesen, erneuerten sie abermals dieses Gesuch, durch dessen Gewäb-! rung Ihre kaiserliche Majestät sich die drei Bünde.zu ewigen Schuld-? uern machen würde.
Mehrere Gerichte sandten ihre Truppen zu den dreihundert Mann *,von welchen oben die Rede war; einiges Volk zur Hut der Pässe warb, Oberst Brügger auch persönlich an. Die Oesterreichs ließen inzwischen> durch ihre Anhänger Himmel und Erde in Bewegung sezen, um diefranzösischen Pläne zu hintertreibe».
Anshelm von Fels, Commissarius des Erzherzogs Leopold zuNauders kam inzwischen an die Grenze des Unterengadins und sandteseinen vertrauten Amtleuten, Heinrich Carl, Statut- und Criminal-richter zu Schuls unterm 20. September, Doctor Leo de Leon zuZernez aber unterm 25. des nämlichen Monats den schriftlichen Auf-trag zu, dem Volke einzuschärfen, daß Niemand auf die Vorschläge desfranzösischen Gesandten eingehen, oder sich auf irgend welche Weisemit Meineid besudeln solle; das Volk möchte dessen eingedenk bleiben,was zu Innsbruck verhandelt und von ihm mit dem Eide des Gehor-sams und der Treue beschworen worden sei und demnach seinen Vor-gesezten gehorchen, widrigenfalls dem durchlauchtigsten Hause Oester-reich die Mittel nicht fehlen würden, es seiner Zeit zum schuldigenGehorsam zurückzuführen. Gleichzeitig möchten sie (Carl und Leon)nachforschen, wer dem verbannten Ulrich Rbea v. Porta, Joh. Plawta
* Seite 59. Sie waren zur Hut des St. Suzicnsteiges und !verRheinbrücke bestimmt.