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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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64 Vortritt des Gesandte» des Herzogs von Feria,

1631. erfahrne Führer zum Kriege angeboten hätten Durch dieses alleswürden offenbar die Monsonio'schen Artikel präjudicirt, während derHerzog von Feria seinerseits neue Verhaltungsbefehle, auf die Sicher-heit des Veltlins und der beiden Grafschaften mit aller Sorgfalt zuwachen, aus Spanien empfangen hätte. Es wünsche zwar der Herzogauch mit den Bünden in guter Freundschaft zu leben, da aber der-gleichen Unternehmungen den festen Frieden zwischen den beiden Kro-nen zu stören im Stande wären, bringe er es den Bündnern zurKenntniß, daß der König von Spanien es niemals gestatten werde,daß man denjenigen die geringste Gewalt oder Unbill zufüge, welcheunter seinem Schuze lebten, wie die Veltliner und die beiden Graf«schaftcn. Er werde deren Vertheidigung ebenso auf sich nehmen, alsgriffe man das Herzogthum Mailand selbst an, denn er wünsche, daßseine Freunde und Verbündeten so gut wie sein eigenes Land, seinesSchuzes froh würden. Es möchten die Bündner wohl bedenken, wassie mit bewaffneter Hand bisher ausgerichtet hätten und daß, wenn siewieder kämen, Ihre katholische Majestät sie am heimathlichen Heerdeselbst anzugreifen gedenke. Die Schuld hieran falle dann lediglich aufdie Anstifter dieser Bewegung zurück. Die Bündner hätten genugsamerfahren, was das Herzogthum Mailand ihnen Gures oder Schlimmeszu erweisen vermöge, während sie anderseits königlicher Wohlthatenin reichlichem Maße theilhaftig werden könnten, wenn sie wie in denlezten Jahren ihren guten Willen weiter zu zeigen gesonnen wären.Wünschten sie, hieß es weiter, den im Jahre 1636 mit dem Marquesdellas Balbaces (Spinola) verhandelten Tractat in Ausführung zubringen und zu diesem Zwecke Gesandte nach Mailand zu senden, sodürfe er ihnen beim Herzog von Feria einen guten Empfang ver-sprechen und alle möglichen Begünstigungen von dessen Seite und fürden Fall, wo die Bündner nnt der Krone Spanien sich verständigtenauch alle wünschbare Hülfe, zu ihrer weitem Erhaltung. Hieraussei unschwer zu entnehmen, was gleichzeitig dem Dienste des Königsund dem Wohle der Bündner fromme. Dann warnte sie der Gesandtevon Neuem vor den nur Unruhe und Wirre» bezweckenden Rath-schläge» Anderer, welche im Schaden der Bündner den eigenen Vor-theil suchten. Möchten sie doch stets die Erinnerung an die vergangeneZeit festhalten.

Die Sache wurde dann ans die Räthe und Gemeinden ausge-schrieben, worauf unterm 30. November die Häupter und der bünd-