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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Schreibe» des Königs von Schweden.

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Am 29. März lieferte das Zeughaus zu Cur fünf große Feldstückezur Armirung des St. Lnziensteiges ab. Drei andere wurden spater,im Monat Mai, von Jlanz ebenfalls dahin gebracht.

In der Nacht des 13. April wurde der Oberstwachtmeister Menn-hard Marcadant, im Regiment Brügger, als er bei der ersten Rundedie Schildwache» der Gemeinen auf dem Steig »isitirte und wieman sagte, auf das erste Anrufen des Postens, nicht sofort ant-wortete, von ihm erschossen. Er gab sofort den Geist auf. DieCompagnie wurde seinem Bruder Conrad Marcadant und Joh. Buolübergeben.

Am 17. Mai, einem Montage, fand die Eröffnung der Tagsazungzu Baden statt. Seitens der Bnndner erschienen daselbst LandrichterLuzius v. Mont, Bürgermeister Gregorius Meyer und Oberst JohannGuler v. Wyneck. Der Herzog von Rohan begab sich persönlich eben-falls dahin.

Es wurde ein Schreiben des Königs von Schweden an die Eid-genossen und deren Verbündeten, datirt Schrobenhausen den 16/26.April, vorgelegt. Der König, so lautete der Brief, hätte in Erfahrunggebracht, daß Ihre katholische Majestät über die eidgenössischen undbündnerischen Pässe Seinen Feinden Kriegsvolk zu Hülfe zu sende»beabsichtige. Er erinnere sie aber an den alte» vererbten Haß desburgundischen und spanischen Hauses gegen die Eidgenossen, dereneinem Theile dasselbe das Gewissen zu knechte», Allen aber die ganzeunschäzbare Freiheit zu rauben beabsichtige. Er wünsche ferner, daßsie, wenn auch der bekannten Tapferkeit der alten Eidgenossen stetseingedenk, doch in diesem Augenblicke die Klugheit nicht außer Achtließen, sondern der Neutralität sich befleißigten und dieselbe auch be-ständig einhielten, damit nicht, wen» sie den Durchpaß oder irgendeine andere Gunst Seinen Feinden in Schwaben gewährten, ihr eigenesLand zum Schauplaz des Krieges würde. Uebrigens versichere Er sieseines besten Willens.

In ihrer Antwort vom 26. Mai bemerkten die Eidgenossen undihre Verbündeten, wie sie durchaus keine Kenntniß davon hätten, daßirgend welche Truppen aus Italien nach Deutschland zu ziehen ge-dächten ; auch sei an sie noch kein Verlangen um den Durchpaß gestelltworden. Sollte dieses später aber auch der Fall lein, so würden sie

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