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Antwort der Bündner hierauf.
!2. dennoch nichts zugestehe» oder thun, wodurch die Lage ihres Vater-landes getrübt oder der Siz des Krieges in ihre Gegend gezogenwerden könnte; gedächten auch vor Allen, aus die Neutralität zuwahren, so weit solches unbeschadet der abgeschlossenen Bündnisse ge-schehe» dürfe. Ihrer königlichen Majestät aber wollten sie sich dahinempfohlen haben, daß ihnen durch deren siegreiche Truppen kein Scha-den zugefügt würde, da sie sich in Reichssachen niemals gemischthätten. Auch ihrer Nachbarn, der Eidgenossen möchte Er, soweitimmer möglich, um des gemeinschaftlichen Wohles und Wehes willenschone». Unter Anerbietung aller Dienste.
Am l8. des nämlichen Monats trat Doctor Jsaac Volmar, Na-mens des Erzherzogs Leopold, vor, überreichte ein Schreiben keinesHerrn und Fürsten und bemerkte, es gehe das Gerücht, daß die evan-gelische» Eidgenosse» mit dem Könige von Schweden ein Bündnißeingehen und ihm den Paß, Geld, Truppen und einen bequemen Ortzur sicheren Stellung seines Heeres anbiete» wollten. Dieß Alles steheim Widerspruch mit der Erbeinigung, zu deren Einhaltung er sieermähne.
Man antwortete darauf, dieses Gerücht entbehre jeder Begründung,doch wolle man ihrerseits den Erzherzog nicht minder an die Beobach-tung der Erbeinigung erinnert haben, wenn er der Stadt Basel da-durch Verkehr und Korneinsuhr abschneide, daß er in dem benachbartenOrte Habsingen öffentliche Märkte abhalten lasse. Es geschah auch derKlagen Erwähnung, welche die Bündner i» ihrem Schreiben von, 2.April über Nichteinhaltung der Erbeinigung vorgebracht hatten. Daferner der Erzherzog in seinem Briefe bemerke, Volmar hätte ihm be-richtet, sie, die Eidgenossen, wollten die Erbeinigung halten und so-wohl jezt, als von nun an keine fremden Bündnisse mehr schließen, —so stellten sie es entschieden in Abrede, diese Zusage jemals gegeben zuhaben, da sie die Hände sich nicht binden lassen wollten.
Volmar selbst erklärte freimüthig, er hätte keine andere Antwort derEidgenossen referirt, als diejenige, welche in deren Schreiben enthalten
>3 Es scheint demnach, daß die Bündner hier antworteten. ImOrig. lese ich vlclnis Uelvetils, doch ist die lezte Silbe is im Sprecher-schen Autograph so undeutlich, daß man auch so lesen kann. Jeden-falls würde dann aber die Stelle dunkel, da man kaum wüßte; werunter den Nachbare» der Eidgenossen zu verstehen wäre.
Lehman» liest ebenfalls vioinis klelvetiis.