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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Ei» spanisches Heer zieht durch das

>'d!l. Montags den 26. Juni tanzten dann zu Morbcgno im Vetttinacht neapolitanische Compagnien aus dem Regiment des Fürsten vonSän Severo an. In den folgenden Tagen zogen sechszehn andere(das Regiment bestand im Ganzen aus vierundzwanzig Compagnien)unter Didago Philipp Gnzmann durch. Dann folgte der Marquis deLcganes, Generallicutenant des Heeres, von zwei Schwadronen Kaval-lerie geleitet, welche Villamora befehligte. Ferner sieben CompagnienDon Gaspar Toraldo's von Neapel, dreizehn Compagnien Neapoli-taner unter Don Pedro de Cardenas; fünfzehn Compagnien Lom-barden unter Pietro Giovanni, Marchese von Lonato von Mailand;zwölf weitere unter Carlo Gnasso und endlich acht CompagnienSpanier, welche von Neapel her kamen und unter Don Pedro Gi-rono, dem Sohne des Herzogs von Offuna, standen.

Ferdinand von Oesterreich, Cardinal Znfant von Spanien, verließFreitags de» 30. Juni Mailand und bestieg dann acht Tage späterzu Gravedona am Comersee ein prächtig geschmücktes Schiff, um nachRiva di Mezzola am CIävner See (in den vergangenen Kriegen desVeltlins berühmt geworden) überzusezen. In seiner Umgebung be-fanden sich der Herzog Carlos Doria-Torso, Francesco Alvito, Vale-riano Sfondrato, Graf della Riviera, Don Martins de Aragonia undAndere mehr. Der Himmel war heiter und die Lüfte lieblich undmilde, als Plözlich auf der Heimkehr, unweit der Stelle, welche denName» Pozzo Madrone führt, jählings ein heftiger Sturm vonMitternacht her sich erhob, der die Baldachine und Teppiche, mitwelchen das Schiff bedeckt war, zerriß und die gesammte Mannschaftin die höchste Lebensgefahr brachte.

Am folgenden Sonnabend, de» 8. Juli, kam der Cardinal Jnfantnach Morbegno, von wo er, eine Woche später, am 14. des gleichenMonats über die bündnerischen Pässe ^ „nd das Münsterthal, nachGlurns im Vinstgau, gelangte. Sein Gefolge bestand aus einerMenge Vornehmer (darunter Philipp Spinola, des Marquese Am-brosius Spinola Sohn und Befehlshaber der gesammte» Reiterei),zwei Schwadronen Kavallerie, welche seine Leibwache bildeten undunter dem Kommando des Marquese d'Ogliani standen und drei Com-pagnien spanischen Fußvolks. Gleich darauf folgten noch weitere

3V luAa räticn IM Original. Hier ist der Umbrail oder das jezigeWoimser Joch gemeint.