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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Manifest des Herzogs von Rohan im Veltlin.

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Unter der gleichen Bedingung übergaben sich auch die Veltliner, U>3Der Herzog von Rohan hatte sich nämlich am darauf folgendenDonnerstag, den 26. April, mit dem größeren Theile des Heeresdahin begeben. In der Grafschaft Cläven waren von ihm die beiden! französischen Regimenter Cerny und Bandy und fünfundzwanzigKarabiniere aus der Schwadron de Villette's, sowie die RegimenterSchauenstein und Salis zurückgelassen worden.

Der Herzog nahm sein Standquartier zu Morbegno; das Fußvolk^ wurde in die beiden Squadren Trahona und Morbegno, die Reiterei,n die Ortschaften Ardenno, Buglio, Berbenno und Fusine gelegt.

Unter Berufung auf alle bisherigen Vorgänge, sowie auch auf LasSeitens der Bünde gestellten Begehren, gab Sonnabends den 28.April der Herzog von Roha» die schriftliche Erklärung zu Morbegnoab, daß keiner der benachbarten Fürsten und Staaten auch nur diekleinste Beunruhigung durch das Heer Ihrer allerchristlichsten Majestätzu befahren hätte. Er wies dann auf des Königs besten Willen und^ Wünsche hin, welche lediglich dahin gingen, den Bündnern die Ober-

! Herrschaft im Veltlin und den Grafschaften Cläven und Worms zu cr-

^ statten, — ein Recht, das ihnen durch keine Tractate abgestritten oderwidersprochen worden sei. Dabei solle durchaus kein Act der Rachevon Seite der Büudner geübt werden, auch würde er nicht dulden,daß irgend etwas zum Schaden der katholischen Religion geschähe,sondern gegentheils dafür sorgen, daß Alle in Frieden und guterFreundschaft mit denjenigen lebten, welche von den gleichen Gesin-nungen gegen Ihre allerchristlichste Majestät durchdrungen wäre».

Im Auftrage des Senats zu Venedig erschien nun der Hauptman»Nieolü Barbuglio von Bergamo, um Leu Herzog zu begrüßen. Mitihm reiste am 29. April der Franzose Henri Mal» in's Veiietianischeab, um gegen Zahlung Getreideznfuhren und andern Proviant zu er-halten, — was ihm auch gelang.

Am lezten Tage des April sandte der Herzog Guido Marquis deMein» »ach Frankreich mit dem Auftrage um Truppeuverstärkungeneinzukommen.

Inzwischen hatte der eidgenössische Landvogt zu Bellcuz unter demVorwande einer Verkehrssperrung einige Bauern von Lumino, jen-seits der Grenze des Misoperthales, auf bündnerisches Gebiet postirt.

Es geschah dieß im Widerspruch sowohl mit einem schiedsrichterlichenUrtheil Gilg Tschudi's als einem spätern Beschlusse eidgenössischer