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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Allgemeines bündnerisches Aufgebot.

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sowie dop das bündnerische Volk die Absicbt hätte, stets dieErbeinigung l6öäzu beobachten, und das KriegSvolk lediglich zum Zwecke der Wicdec-eroberung deS Velllius da sei. Man wisse durchaus nicht, von welchemFeinde er spreche und den er aufzusuchen gedenke und um dessen willener um den Paß nachsuche. Dann hatten die Boten den Auftrag, sichhauptsächlich über die im Münsterthale verübten Feindseligkeiten zubeschweren. Da aber, während noch die Gesandtschaft vorbereitetwurde, die Nachricht von einem Angriff auf die Unsrigen zu Wormsanlangte, wurde jene aufgegeben.

Boten auf Boten kamen inzwischen aus dem Engadin und riefe»die Bevölkerung zu den Waffen. Die Oberengadiner waren die Ersten,welche Hülfe brachten. Viele Gemeinden sandten die ihnen zutreffendeMannschaft in das Engadin oder a» den St. Luzieusteig. Die ausder Grub waren weit über die Zahl mit ibrem Fähnlein angelangt,weßhalb denn auch mit Ausnahme der bestimmte» Menge, die klebrigenwieder nach Hanse entlassen wurden. Die Disentiser, Lugnezer, Wal-tensburger, Lacser und Obersaper (leztere drei bilde» zusammen eingroßes Hochgericht) nebst den Räzünsern sammelten sich ebenfalls Alleam 12. Juni zn EmS. Die Evangelischen von ihnen, doch war ihreAnzahl gering, waren geneigt, in das Engadin zu ziehen, aber dieklebrigen weigerten sich dessen und schlugen dem bündnerische» Rathevor, das vom Könige von Frankreich angeworbene Kriegsvolk dorthin zu schicken, während sie ihrerseits den St. Luzieusteig hüteten.

Sie beklagten sich über den bündnerische» Rath, daß derselbe zuerst,als Lande in die Bünde kam, den Gemeinden versichert hätte, daß derganze Zug ohne Schaden der Bündner stattfinden und Ihre allerchrist-lichste Majestät alle Unkosten tragen würde. Es sei nicht billig, daßetwelche (sie sprachen von den durch den König von Frankreich ange-worbenen Truppen) Sold erbielte», Andere aber nicht.

Als der bündnerische Rath sie aber nunmehr an den Bundsbriefund den geleisteten Schwur, sich gegenleitig beistehen zu wollen, erin-nerte, erklärten sie sich ebenfalls und zwar die Disentiser zuerst, bereit,die ihnen zutreffende Mannschaft zu senden und es kehrten die klebrigenau, 16. Juni nach Hause zurück.'In das Engadin marschirten daraufdie Disentiser, die aus der Grub, die Flimser, Trinser, Tusner, Hein-zenbcrger, Schamser und Rheinwaldcr; die Misoxer nach Cläven. DieRegimenter Jenatsch und Guler waren ebenfalls in das Engadin be-stimmt und das Regiment Florin an den St. Luzieusteig.