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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Beseznng des Münsterthales durch dasselbe.

wald Minckenbcrger befehligt, dem noch Hanptmaun Hettcli zur Seitegegeben war.

Die Gesammtzahl des Fußvolks betrug fünftausend Mann. Reiterwaren siebenhundert. Als man sich beim Dorfe St. Maria gelagerthatte, machte die Reiterei einen Streifzug nach Cierfs, wobei die-jenigen, die ihr begegneten, ausgeplündert, die jüngern Weiber ge-schändet und zum Theil weggeschleppt wurden. Kinder kamen Mütternaus der Flucht abhanden und die Männer suchte man durch Schlägeund Wassereingießen — eine neue Art der Tortur, der schwedischeTrunk genannt, — zu zwingen, die Orte anzugeben, wo sie ihre Habeverborgen hatten. Viele wurden verwundet. Wer es vermochte, zumalvon den Protestanten, floh dem Engadin zu, doch wurden Jan daMatsch, Jan da Nutt und Dowinic gctödet. Die Feinde beeilten sichdie Trümmer der Beste zu St. Maria vertheidiguugsfähig zu machenund besezten dieselben dann mit den fünfhundert Mann der Liga. Hundertwaren nämlich in Nanders zurückgeblieben. Hierauf zündete» sie ver-schiedene Häuser auf Valpaschun^, zwischen St. Maria und Cierfö an.

Als Franz Barwiß, Freiherr von Fernamond am 8. Juni iniDorfe Münster anlangte, entstanden zwischen ihm und Golz 7 unter-dessen Befehl er nicht stehen wollte, Eifersüchteleien, in derer Folgeer nach Glurns, in das Binstgau, sich zurückbegab.

Sofort nachdem der bündnerische Rath Golz'ens Schreiben empfan-gen und von dem feindlichen Einmarsch in das Münsterthal Kenntnißerhalten hatte, schrieb er an sämmtliche Eidgenossen um Hülfe. Sieversprachen Alles, wozu das Bündniß sie verpflichte und sprachen ihrBedauern über die Leiden aus, welche die Bünde betroffen hätten.Leztere beschlossen auch zwei Deputirte, Fortnnat v. Juvalt und Job.Travers zu Golz selbst zn senden und an Alles dasjenige zu erinnern,was neulich Jacob Kurz de Torre Seitens der Erzherzogin versicherte,

n Nohan zählt achttausend Mann zu Fuß und zwölfhundert zuPferde.

22 Infusion« sgua« im Original, doch soll eS Jauche gewesen sein.

29 Weiler auf der Berghohe zwischen Valcava und Fuldera, dochauf der linke» Seile des Nhamfluffcs.

9v Aus einem edelu schlcsischen Hause und General der kaiserlichenArtillerie im Beltlin. Im Jahre 1642 commandirte er die kaiserlicheInfanterie in der Schlacht bei Leipzig. Hier wurde er schwedischerKriegsgefaugener. Nach seiner Befreiung wurde er zum Commandantcuvon> Großglogau ernannt. Nohan lettres II. 45. n.