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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Fernamond zu Worms.

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Der Baron von Fernamond, au die Stelle des Marchese di Grana >6i5,getreten, schien zuerst, als er mit dem Heere nach Worms kam, derzügellosen Solbatesca den Eintritt in die Stadt nicht erlaube» zu wollenund schlug sein Lager außerhalb derselbe» auf, übte auch eine Weilelang strenge Mannszucht, indem er zwei Gemeine, welche einen Bauer»todtgeschlagen hatten, aufhängen ließ. Bald aber wurde» nach BeliebenExcesse verübt, indem die Soldaten alle Kirche», mit Ausnahme der-jenigen des heil. Gervasius und Protastus und der Jesuitenkirche, imganzen Umkreise (ihre Zahl war groß) plünderten, die Weiber schän-deten ", einige Greise (den Tobias de Tobiis, Vater des Priesters z»Premadio, und über achtzig Jahre alt, verbrannten sie lebendigenLeibes, als sie ihm Geld abpressen wollten), Kinder und andere wehr-lose Personen umbrachten, — wie sie den» auch im Veltlin späterKirchenraub und andere Schandthaten begingen. ^

Fernamond richtete von Worms aus unterm 14. Juni ein Schrei-ben an de» bündnerischen Rath. Beigeschlossen war noch ein weitererBrief Ihrer kaiserlichen Majestät, welches das Datum, Wien den 15.

Mai, trug.

Der Inhalt des Ersteren ging dahin : Was die Ansicht IhrerMajestät über die durch die Franzosen in diesen Gegenden hervor-gerufenen Bewegungen, ist, werdet Ihr aus dem beiliegenden kaiser-liche» Briefe entnehmen und da ich das hier lagernde kaiserliche Herrzu befehligen habe, will ich Euch anmit denselben zusenden und Euchbitten, daß Ihr nachkommend dem Wunsche Ihrer Majestät, allenothwendige Unterstnzung unsern Truppen angedeihen lassen wollet.Anderseits sage ich Euch die strengste Mannszucht zu und daß Ihrnicht die geringste Unbequemlichkeit davon verspüren sollt/' Leztlichbot er seine besten Dienste an und sprach die Hoffnung aus, daß seinemVerlangen gewillfahrt würde.

Hierauf erwiederte der am 29. Juni versammelte Beitag, es stehenicht in seiner Machtvollkommenheit über das kaiserliche Schreiben

>2 Nach Qnadrio in den Kirchen selbst, „nienle restanso intatto 6»»:,loro rapncita e ierocis." tzuasrio II. 459.

§2 Dieß läugnel Qnadrio geradenwegs. ,1>a sovv entrule voll»Valtvllin» volle Stosse niilirie, v> kurono von ogni sisviplina tenule.ba siversita <!i guests sua consvtta lu senra subio la pnrrialits ßissa' Ilorniiesi mostrata verso In beAN (Liga), ne> aprire i lor transitln lavore seiln ren»l>l>liva Venetn contra I'inipvgno nnstrinvv nell»vertenr.e si Ilantova." ll 459.