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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Fernamond zu Tirano.

1635. Am 29. Juni langten daselbst die sechs bündnerischen CompagnienLuziuö v. Mont, Carl L Marca, Rudolf Andreas v. Salis, JacobTognola, Carl v. Salis und Joh. Ant. Pestalozzi an. Dann wurdenauch die in Val Livigno befindlichen Schamser, Tusner und Mtsorerdorthin gesandt.

Fernamond war mit dem größere» Theil des Heeres bereits bisTirano gelangt. Im Münsterthalc hatte er eine Vesazung aus derMannschaft der katholischen Liga und zweier Schwadronen Dragonerbestehend, zu Worms aber das Regiment des Engländers Enon zurück-gelassen. Er sandte sechs Reiter auf Kundschaft nach Brusio. In ihrerBegleitung kam dann Sonnabends den 16. Juni der Podestü AntonLossio von Puschlav zu Fernamond nach Tirano und bat um Scho-nung der Gegend. Fernamond erwiederte, er erwarte Verhaltungs-befehle von Seite des Kaisers, sowie Antwort von den Bnndnern.Dann sprach ihm zu, dahin zu wirken, daß die Franzosen aus denBünden gejagt würden, welche von dem Kaiser dann, wenn sie aufseiner Seite stünden, mit ganz besonderer Gunst beekrt werden sollten.Doctor Jacob Vcnosta, Camill's Sohn, war Fernamond entgegengereist, begleitete ihn bis Puschlav und sezte ibn von allen Umständen,wie auch der Zahl der Franzosen in Kenntniß. Das obere Terzier imVeltlin sandte den Kaiserlichen Proviant, selbst nach Val Livigno, ent-gegen und nahm auch für Brod und Wein keine Zablung an.

Serbelloni und Robnstello verlangten in Briefen, welche an denThalkanzler Nicolans Paravieini gerichtet waren, daß die Veltliner dievon den Franzosen begonnene Beste bei Mantello wieder zerstörten."Viele ungewiß, wie die Dinge ausschlagen würden, machten Schwierig-keiten. In Folge dessen reiste Attio Besta nach Domaso am Comerscezu Serbelloni und Robustello und kehrte, als er auf dem Rückwege zuSondrio von der Niederlage der Kaiserlichen ^ hörte, von Neuemdahin zurück.

Inzwischen drängte Fernamond die Spanier von Tag zu Tag,sich mit seiner Mannschaft zu vereinigen, worauf dieselbe» endlich am26. Juni in der Nähe der Beste Fuentes Truppen landeten und zu

" Dieß widerspricht der Angabe Nohau's, wornach derselbe bei seinemAbzug vou Mantello, selbst das Fort daselbst in Brand steckte. Lieheoben S. >28 Note 4t.

^ Es hatte dieselbe inzwischen am 27. Juni in Val Livigno statt-gehabt.