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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Die Kaiserlichen ziehen sich

1635. Am 4. Juli erließ er zu Worms schriftlich einen öffentlichenProtest, wonach er einzig auf kaiserlichen Befehl und die Einladungder Erzherzogin Claudia, zum Schuze der Grafschaft Tirol in dieselbeeingerückt sei. Dort hätte man ihm befohlen über den Umbrail zugehen und in der Stadt Tirano sich mit dem Grafen Johann Ser-belloni zu vereinigen, der als Anführer des Heeres Ihrer katholische»Majestät dahin kommen sollte. Zu diesem Ende habe er, Fernamond,den Obersten Kieferberg nach Mazzo, nur eine deutsche Meile vonTirano entfernt, vorausgesandt, wo derselbe aber «»vermuthet vonden Franzosen überfallen wurde und einigen Verlurst erlitt. Untersolchen Umständen sei er nach Glnrns gekommen, um Ihre kaiserlicheMajestät von Allem zu unterrichten und werde daselbst verbleiben, biser von Derselben weitere Verhaltungsbefehle erhalten haben würde.Dieses erkläre er znr Steuer der Wahrheit, als ein redlicher Cavalicr.

Die Kaiserlichen warfen alle Schuld auf die Spanier, welche dieSache genauer hätten kennen sollen. Man erzählt sich, daß als Fer-namond an den Grafen Johann Serbelloni schrieb und ihn statt mitEccellenza nur mit Jllustrissimo anredete, Lezterer sich höchlich darüberentrüstete, gleich als ob dieser deutsche Baron, der auf spanische Kostengenährt würde, dem Grafen Serbelloni den Oberbefehl mißgönnte.Darum habe er sich denn auch weniger um die Vereinigung der spa-nischen mit den kaiserlichen Truppen bemüht und die Niederlage derLezteren nicht einmal ungern gesehen. ^

Donnerstags den 5. Juli entließ Rohan die Seitens der Gemein-de» ihm zu Hülfe gesandten Bündner und schickte Freitags den 6. Julidie drei bündnerischen Regimenter sammt den Schwadronen Ville-neuve und Billette nach Puschlav. Man hatte beschlossen die Kaiser-liche» aus drei Richtungen anzugreifen und zwar sollte der Herzogselbst mit den Franzosen von der Wormser Seite, die Eidgenosse»,deren größter Theil bereits nach Bünden gekommen war, über Zernezund Cierfs, die Bündner aber durch Scarl vorrücken.

In der Eidgenossenschaft waren zwei Regimenter, im Ganzen ausdreitausend Man» bestehend, angeworben worden. Die Solothurner,^vier Compagnien stark, zogen Montags den 2. Juli ein. Oberst diesesRegiments war Wolfgang Greder, Hauptleute Johann von Staal,

82 Nach Quadrio II. 465 ließ er Fernauiond's Briefe, worin derselbe»m Hülfe bat, sogar eine Zeit laug uneröffnet.

88 Wohl »»eigentlich so genannt, weil der Oberst ein Solotburncr war.