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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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152
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152 Berennung des Fort's beim Wormser Bade.

1635. welcher sie bereits einige Tage früher vier Feldstücke, mit denen siebcsezt war, entfernt hatten.

Rohan zog Dienstags den 17. Juli von Tirano mit dem franzö-sischen Heere auf Worms zu." Tags darauf dort angelangt, nabmer sei» Lager beim Bade ein und umschloß dasselbe von alle» Seilen.Hiebei wurde» zwei Gemeine aus Frezeliöres Regiment getödet.Donnerstags den 19. Juli, in aller Frühe, geschah auf der einenSeite von den Regimentern Montauzier und Cerny der Angriff. Siewurden zuerst zurückgeschlagen, als sie aber dann von Neuem ausalle» Kräften drängten und immer hiziger wurde» und auf der andern .Seite Frezeliöre" selbst bereits von Fraele aus (der Weg führt ober-halb der Bäder am Berge her) den Feind bedrohte, verlor dieser, ob-schon er während zweier Stunde» nicht blos durch Gewchrfeuer,sondern auch durch Steiuwürfe (hier halfen die Weiber eifrig mit)sich vertheidigt hatte, — nach und nach den Muth und Viele warfendie Waffen weg, um die Fluchten ergreifen. Commandant war JacobLudwig, Freiherr von Kuffstein ", Major im Regiment des GrafenThun, und es vertheidigte derselbe wüthig sich lange Zeit, bis er mitungefähr achtzehn Andern nach Nbwerfnng eines Steges ebenfalls dieFlucht ergriff. Eben erschienen am Berge hundertunddreißig Mus-ketiere, welche Enon ihnen zu Hülfe zu senden gedachte, eben recht, umvon Kuffstein die Nachricht seiner Niederlage zu erfahre». Von zwei-hundertfünfzigMann, welche anwesend waren, fiele» achtzig", darunterein englischer Hauptmann. Fünfundzwanzig entrannen, die Uebrigennahm man alle gefangen. Nicht minder zweinndfünfzig Weiber. Esfanden sich reiche Vorräthe vor, so fünfzig Säcke Mehl, einige SaumWein, dreitausend Brode, vierundzwanzig Fäßcheu Pulver, zwölf Fäß-che» Kugeln und eine beträchtliche Zahl Zündstricke.

Von den Unsrigen wurde der Oberst Montauzier, der stets unterden Vordersten kämpfte, am Haupte, Arm und Knie durch Steiuwürfeverwundet. Erstere Verlezung führte zu Worms am 1. August seinenTod herbei. Erst sechsundzwanzig Jabce, drei Monate und zwanzig

91 Das Fort beim Bade daselbst war der einzige Pnukt im Vcltlin,der noch in Händen der Spanier sich befand. Möm. 200.

92 Und Serrcs. Jbid.

99 Nach Quadrio ein Wiener.

94 Viele soll,» eS vorgezogen haben, sich die Felsen hinabzustürzen,als Quartier zu nehmen. Mö>». 20l.