Schleifung der Beste zu Santa Maria. 153
Tage alt, hatte er sowohl in der Vertheidigung von Rvffigliano in 1635Montferrat als vor Casale den Ruhm eines tüchtigen und uner-schrockenen Führers sich erworben und mit allen Tugenden sich be-deckt. Ihre allerchristlichste Majestät hatte ihn zum Marechal deCamp" ernannt, doch langte das Patent erst nach seinem Tode an.
Das Regiment wurde vom Könige dem Bruder des Verstorbenen,
Carl, übergeben.
Außer jenem siel Montagu, Lieutenant des Hauptmanns Moc-quam, aus dem Regiment Montauzier. Verwundet wurde HauptmanuDescrimes, welcher später auf der Heimreise nach Frankreich starb undFouquetiöre, Lieutenant des Hauptmanns Conterie, ebenfalls ausMontauziers Regiment.
Sonnabends den 21. Juli kam Roha» mit den Franzosen auchin das Münsterthal, wo die Beste zu Santa Maria zusammengerissenund dem Boden gleich gemacht wurde. ^
Die Hauptleute Conrad und Rudolf Planta wurden in Begleitungeines Trompeters mit einem Briefe Lande's an den kaiserlichen Com-mandanten zu Glnrns gesandt. Sie hatten den Auftrag, Urkundenund Mobilien des einst von den fränkischen Königen gestifteten undnunmehr unter der Protection Ihrer allerchristlichste» Majestät stehen-den Klosters Münster, welche man der Sicherheit halber in die Graf-schaft Tirol hinübergeflüchtet hatte, zurückzuverlangen. Golz befandsich zu Glnrns und klagte über die Treulosigkeit der Spanier und wiedie Kaiserlichen durchaus keine hinreichende Kenntniß der Straßen undPässe gehabt hätten. Doch, fügte er hinzu, sei die Sache noch nichtfertig. Was übrigens die Gründung des Klosters Münster betreffe,so schrieben Historiker dieselbe allerdings den Franken zu, aber dasHaus Oesterreich bestreike durchaus, daß dasselbe unter französischemSchuze stehe.
Conrad Planta wünschte zu Jacob Trapp, Herrn auf Curburg,das ganz in der Nähe lag, sich begeben zu dürfen, doch wurde diesesvon Golz verweigert. Lezterer hatte um einige Gefangene gegen ei»
di Lsstrvrui» praekeotum, vooanl innrsoknlluin osmpi. Ori^.
Nach Quadrio beabsichtigte damals Rohau einen Zug tu dasVinitgau, um die Tiroler zu züchtigen. Die Eidgenossen solle» sichjedoch dessen geweigert haben, mit dem Vorgebe», sie hätten nur denAuftrag für die Erstattung des Veltlins »nd der Grafschaften zu kämpfe».Quadrio II. <66.
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