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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Weigerung der Bündner.

U>35. d„rch ihre guten, gewissen Rechte wieder zweifelhaft und in Frage stellenwolle, so könnten sie ihre Zustimmung dazu nicht geben und seien derfesten Ueberzeugung, daß die Gemeinden, nämlich das gesummte bünd-nerische Volk als höchster Oberherr, niemals damit einverstanden seinwerde, Sie hätten nämlich, wie aus Documenten nachgewiesen wer-den könne, über hundert Jahre das Veltlin und die Grafschaften unterden besten Rechtstiteln besessen und überdies; noch wären sie es allein,welche mit Recht, was von Niemand bezweifelt werde, Ansprüchedarauf erheben könnten. Ja selbst Ihre kaiserliche Majestät müsse inKraft der mit den Bündner» eingegangenen Erbeinigung, falls er die-selbe seinem jüngsten Vorschlage gemäß, beobachten wolle, die Bündnerim Genusse und Besize des Beltlins schüzen und erhalten. Wie weniges aber leider dem Kaiser um einen guten, festen Frieden zu thun sei,könnten die Eidgenossen unschwer daraus entnehmen, daß Derselbe zueben der Zeit, wo er ihnen diesen Vorschlag '"<> machte, ohne ihre Ant-wort und Zustimmung zu demselben abzuwarten, die Bünde und derenUnterthanenlande an verschiedenen Orten mit einem großen Heere an-gegriffen hätte.

Noch fügten die Bündner hinzu, es sei ihnen kund geworden, daßdie katholischen Orte in Gcmäßheit des mit dem Könige von Spanienbestehenden Bündnisses, demselben, wie es hieße, zur Vertheidigungdes Herzogthums Mailand, den Durchpaß von Truppen zu gestattenwillens seien. Dazu hätten sie, die Bündner, natürlich nichts zu sagen,sondern müßten ihnen, welche klug genug wären, es überlassen, wassie zu thun gedächten. Da aber diese Truppen auch unmittelbar gegendie Bünde selbst oder deren Unterthanenlande geführt werde» könnten,bäten sie Zürich, den katholischen Orten wohl zu bedenken zu geben,ob damit nicht die alten Bündnisse verlezt oder ein Schlag gegen dieEidgenossen geführt würde, welche in jenen Gegenden unter franzö-sischer Fahne die Bünde vertheidigten.

Als dann der kaiserliche Vorschlag auf die bündnerischen Gemein-den ausgeschrieben würde, wollten dieselben auf keine Weise in einDepositum willigen, sondern drängten auf jegliche Art und ohneUnterlaß bei Rohan auf die Restitution,

>oo ?ropk»»ltio rorsin iis Isetn esl im Orig, Sie meinten damit denZug der Kaiserlichen Lurch das Mnnsterthal nach Val Fraele, SiebeS, 166 u, ffig,