Orten als Deposito zu übergeben.
i5S
Schreibens den Bündner» mit. Sie fügten bei, da ihre Ober» von 1635der ganzen Frage gar keine Kenntniß gehabt hätten, seien sie, dieBoten, darüber anch nicht instrnirt gewesen und hätten deßhalb dieganze Sache in ihren Abscheid aufgenommen, um darüber zu referiren.
Weil die gesammte Eidgenossenschaft die Veltliuer Angelegenheit gernin Ordnung gebracht, den Krieg nebst allen seinen Nachtheile» vonihren Grenzen entfernt und einen festen Frieden ausgerichtet sähe,bäten sie die Bündner, ihnen, wie es treuen Bundesgenossen zieme,aufrichtig ihre Gesinnung mitzutheilen und sich auszusprechen, ob manin die dahin bezüglichen Unterhandlungen eintreten solle. Wären siedamit einverstanden, so möchten die Partheien selbst (an den GesandtenIhrer allerchristlichsten Majestät zu Solothurn hätten sie darüber directeberichtet) Gelegenheit und Mittel an die Haud geben, wobei die Eid-genossen gerne als Vermittler auftreten würden. Ihre Willensmeinunghierüber möchte man sobald immer möglich der Stadt Zürich mit-theilen.
Es fand nun in dieser Sache am 14. November ein Beitag zuJlanz statt, auf welchem aber der Vorschlag einstimmig verworfenwurde. Briefe, welche die Urner ihren Nachbarn den Disentisern ge-schrieben hatten und worin sie die Annahme empfahlen, waren vor-gelesen worden. Der Herzog von Rohan, welcher, wie weiter untenerzählt werden wird, inzwischen am 10. November zu Morbegno einenglorreichen Sieg über das spanische Heer davon getragen hatte, schriebden Bünduecn, sie möchten sich vor den verlockenden Schmeicheleiendes Hauses Oesterreich wohl hüten und nicht dulden, daß das Ihrigein fremde Hände gelegt werde — während Ihre allerchristlichsteMajestät die betreffs des Veltlins gemachten Versprechungen denBündner» gegenüber halten wolle.
Am 16. November darauf ließen die Bündner ihre Antwort andie Eidgenossen nach Zürich abgehe». Sie sprachen ihre» gebühren-den Dank aus und baten, dahin zu trachten, daß das Veltlin und diebeide» Grafschaften Cläven und Worms einzig ihnen, den Bündner»,ihren wahren und rechtmäßigen Herren, vollständig erstattet und einfester Friede hergestellt würde. Da man aber das Veltlin und diebeiden gedachten Grafschaften laut dem Vorschlage des kaiserlichen Ge-sandten in die Hände der sieben katholischen Orte deponireu und da-
^ Näniliib ihre »»tcethaaenlaiidc deponirt.