Michel's tu Clauzel.
165
Monat Mai ton im französischen Mercur abgedruckten Traetat ab-schloß. Nach der Aussöhnung Nohan's mit seinem Könige, erhieltauch er Verzeihung und ging nach Venedig. Als später aber derHerzog von Ocleans, Bruder des Königs, wie auch die KöniginMutter vom französischen Hofe sich entfernten, widmete er ihnen seineDienste, wurde jedoch 1631 zu Genf ergriffen, — wo es ihm nurdurch eine seltene Schlauheit und Geschicklichkeit zu entrinnen gelang.Nachdem Roha» bereits in die Bünden gekommen, schrieb Clauzel anihn unter dem Namen Samt Martin (dieß war die ursprünglich unterihnen verabredete Unterschrift) und machte ihm Namens der KöniginMutter, welcher auch Spanien Hülfe zugesagt hatte, große Ancrbie-tungeu, sandte ihm auch einen seiner Vertrauten, den aber Rohanschon zu Paris in aller Stille greifen ließ und darauf den König vonAllem unterrichtete. Als Clauzel noch Agent für seine Herrin war,begab er sich auch zum Cardinal Jnfant nach Belgien, von wo er indie Pfalz zum König von Ungar» und zu General Gallas gesandtwurde. Ein gewisser Costavon Genua, dessen Hülfe sich dieSpanier bedient hatte», um den Herzog Thomas von Savoyen aufihre Seite zu bringen und der ihnen auch jüngst in Belgien gedienthatte, wurde ihm hiebe! als Begleiter mitgegeben. Dann gingen beideLurch die Eidgenossenschaft nach Mailand. Costa stellte sich hier krank,wie man sagte, weil er dem Herzog von Rvhan, als einen Kahlkopf,den man nicht bei den Haare» fassen könne, nickt traute, währendClauzel durch Schmeicheleien aus der Beste Fuentes bis nach Sondrioin das Kapuzinerklosterkloster daselbst sich verlocke» ließ.
Hier sollte am 27. September der Herzog von Nohan mit ihmdie Hauptpunkte des Einverständnisses verabreden. Aber als bei An-näherung desselben in Begleitung eines Reitertrupps, Clauzel zurBegrüßung ihm entgegenging, wurde er durch Canisy festgenommenund an die Rheinschanze gesandt. Der französische Hof schickte daraufsofort den Requetenmeister Franpois Lasnier"" jn die Bünde, wo
ws Lebmann nennt ihn Graf Ioh. Baptista Coüa von Gent. StattGenf hat mein Autograph deutlich Kenuensis, doch ist Costa's Vornamein binnen gelassen. Nohan nennt ihn Jean Bapiistc Coste, Comle deBillars rc. beilros <io liokan I. 178.
wo Im Original likelloruin supplieuin Magister, Milllre «le reguetes,die Charge desjenigen am französischen Hofe, welcher die täglich eingehen-den Bittschriften durchzusehen »nd darüber Bericht zu erstatten hatte.
"v Zpälcrer Gesandter in den Bünden.
1i!3