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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Und Val Fraele.

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ei» Uebergang aus den, Münsterthale nach Val Fraele, welche Leztere 1635,zur Grafschaft Worms gehurt), wo eine Compagnie Puschlaver undeine kleine Abtheilung Franzosen vom Regiment Bios auf Vorpostenlag; in der Meinung das ganze feindliche Heer sei im Anzüge, zogensich diese in eine sicherere Stellnng zurück.

So verließen, Freitags den 26. October, auch einige Soldatenunter Valentin Schmid, Fähndrich der Compagnie Frisch, vom Re-giment Jenatsch, ihren Posten in Alpisella (ein zweiter Uebergangnach Fraele) weil sie ihn nicht zu behaupten vermochte», — doch kehr-ten Tags drauf, Sonnabends, der Fähndrich Valentin Toni'" vonder Compagnie Saluz, dem sich auch der Fähndrich Schmid anschloß,mit sechs Musketieren und dem Gemsjägcr Georg Georgett von Zutzim Engadin dahin zurück, wo sie dem spanischen Dragonerrittmeisterdes Obersten Herrera, Andrea de Anaja, mit fünfzehn seiner Leutebegegnete». Da derselbe an ibrer Spize marschirte, wurde er durchAnton Saluz und Georgett niedergeschossen, worauf seine Mannschaftihr Heil in der Flucht suchte.

Am nämliche» Tage scharmüzelten auch Jenatsch's Leute mit denKaiserlichen in der Nachbarschaft und vertriebe» sie von verschiedenenOrten. Der Feind hatte übrigens keineswegs den Plan, die Unsrigennur von einer einzigen Seite her anzugreifen, sondern stickte gleich-zeitig des Wormser Bades und der Stadt Worms sich zu bemächtigen.

In dieser Absicht überstieg der Oberst Herrera mit fünfhundert Mannauserlesener Truppen, vom Münsterthaleaus den Monte Chrv-stallound kam Donnerstags den 25. October nach Val Forba

Auf den neuer» Karten ist Alpisella ein Qnerthal mil Bergjoch,welches das Spölthal (Livigno) mit der Wormser Val Fraele verbindet.

"5 ^ntonius. Original.

ii« Bon Santa Maria die Val Costainas hinauf auf die Höhe desSlilfser Joches, wenn sie den ohne Zweifel besezten Paß des Umbrailvermeiden wollte». Hienach muß das Mnnsterthal dem Feinde wiederoffen gewesen zu sein.

Ein Ausläufer der Ortlesspize, welcher Val Forba oder einSeitenthal derselben von der Val Premaglio, die zum Ilmbrait binanf'steigt, trennt. Auf der Dufour'schen Karte, welche Jeden hinsichtlich derGebirge jenseits der eidgenössischen Grenze rücksichtslos im Stiche läßt,ist der Monte Chrvstallo nicht zu finden, wohl aber a»f der Mechel-schen. Ein Blick auf dieselbe zeigt sofort die Vortheile dieses ganzenSeitenzngeS. Der Monte Christallo galt bis dabin für nnübersteiglich.