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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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172
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172 Vorbereitungen zur Schlucht bei Morbeguo,

6Z5. und nahm Giov. Andrea bei Nobili, Kapellan zu Sondrio, welcherfrüher der spanischen Parthei diente und jüngsthin der französischensich ergeben hatte, in Gewahrsam, — nicht minder sechs Karabiniereaus der Schwadron Billette, welche sich zu Sondrio befanden, umErkundigungen über den Feind einzuziehen. Wenn übrigens michgefangen abgeführt, wurden Leztere doch wenige Monate nachher ohneLösegeld wieder entlassen.

Die Kaiserlichen und die Spanier hatten sich zwar durch Botendahin geeinigt, Rohan gleichzeitig anzugreifen, doch kan, Serbellonierst am Dienstag, den 6. November, aus dem Lager zu Salieata nachMorbegno, wohin ihm am nämliche» Tage einige Compagnien folgten.Das ganze übrige Heer rückte erst in den folgenden drei Tagen nach.Es enthielt dasselbe fünf Schwadronen Reiterei unter Troilo Rossi,Conte di Sän Secondo, Philippo Layzaldo, Pietro Bardo, EraclioMoroni und Monterey. Der Marchese Surasina, Franceseo Annonound Barella waren mit vier Feldstücken noch am Tage des Zusammen-stoßes erst bis Delebbio gelangt. Das Fußvolk bestand aus zwölfCompagnien vom Regiment Don Juan de Garay, der persönlich an-wesend war; fünf vom Regiment Juan Vasquez Coronado, welche derMarchese Pasquale de Moliuo als Major befehligte ; vier Don Mar-tins von Aragonien und vierzehn vom Regiment des Grafen TheodorTrivulzio unter dem Befehle des Grafen Carlo Marliano. Dazu kamennoch zwölf Compagnien aus dem Regiment Luis Guasco's, (derselbeerschien ebenfalls persönlich) nebst einer Freicompagnie von zweihundertMann. Im ganzen enthielt das Heer viertausend Mann zu Fuß undvierhundert Reiter, obschßn die Spanier nur die Zahl von dreitausend-sünfhundert der Erstern und zweihundertfünfzig des Leztern geltenlassen wollen. Sie nahmen ihr Lager außerhalb der Stadt unter demKloster Sant Antonio, der Kirche Santa Maria gegenüber. Hiebeizogen sie sich die Mauern der Weinberge und Gärten zu ihrer Ver-theidigung möglichst zu Nuzen.

Der Herzog erwog sowohl die Nothwendigkeit einer baldigenSchlacht als auch den Muth seiner Mannschaft lange und gründlich.Freitags den 9. November brach er dann von Tirano auf und brachtedie französischen Regimenter bis auf dasjenige Vandy's, welches sammteinigen Bies'schen Compagnien zu WormS zurückgeblieben war und dassolothurnische mit sich. Es waren im Ganzen viertausendvierhundertMann Infanterie und vierhundert Pferde Rohan gab sich den An-