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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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175
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Schlacht bei Morbegno.

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Frezeliöre und Serres gelangte, welche bereits das Regiment Tri-vulzio zersprengt und das Kloster Sän Antonio besezt hatten. Dabemerkten sie gegen die Stadt hin das Regiment Guasco bewaffnetvor sich stehen. Weil dasselbe aber mit seinem Angriffe zögern-,und sie daraus zn entnehmen glaublen, es wolle sich ergeben, sandtenCanisy und Frezeliöre den Jaeqnes de la Bastide-Lancier, Lieute-nant in der Compagnie Bussv-Paschasy, an dasselbe ab, das dannin der That zn capitulircn wünschte nnd seinerseits seinen Fähn-drich als Geisel stellte. In diesem Augenblicke erschienen aber Ser-i belloni nnd Guasco nnd überhäuften die Mannschaft dieser Feigheit! halber mit allen möglichen Vorwürfen, zogen sich aber nichtsdesto-

! weniger selbst mit ihnen in die Stadt zurück und machten sich zur

! Flucht bereit, indem sie den gedachte» französischen Lieutenant gefangenmit sich fortführten. Auf solche Weise betrogen, griffen die Franzosenungestüm wieder an und drangen in einem Anlaufe bis mitten in diei Stadt vor. Diese Nachricht brachte in aller Eile der Ritter Robnstello

> dem Grafen Serbelloni, der eben das Haus des entflohenen Schaz-

meisters mit Gewalt zn öffne» suchte. Er fügte bei, daß der Feindbereits den Marktplaz vor der Hanptkirche Sau Giovanni besezt hätte.Auf dieses hin begaben sich beide, ohne länger zu zögern, auf dieFlucht. In jenem Hanse lagen aber ungefähr vierzehntausend Gul-den oder nach Angabe der Spanier zwei Kisten mit sechstausendCrusados.

Montauzier's und Eanisy'S Mannschaft hatte lange mit denSpaniern heftig gekämpft, wobei Lanrence Vidault, erster Hauptmann,eine» Stich durch die Hüfte bis in die Blase erhielt. HauptmannPeyrat wurde getödet und seine Compagnie ging auf Florenze Chrö-tien de Crenau über. Endlich zogen die Spanier sich zurück. DerMajor de Molino, welcher schon so zu sagen in Sicherheit sich befand,kehrte unglücklicher Weise für ihn mit einem Haufen Musqnctiere, umdie Kriegscassa zu retten, in die Stadt zurück, wo er am Unterleibetödtlich verwundet wurde, so daß er am folgenden Tage zu Domasoseinen Geist aufgab. Serbelloni war, in einen schäbigen Rock verhüllt,von einigen Hauptleuten begleitet, schon über die Brücke bis zurKirche Sau Rocco angelangt, als er durch Benjamin le Queux de laTour, einem Edeln aus Rohan's Umgebung, angehalten wurde und

"s Kreuz- oder Brabantertbaler.