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Schlacht bei Morbegno.
1635. unterhalb Sant Antonio, im nächsten Weinberge daselbst gegen dieAdda hin, wo auch die Munition sich befand. Die Spanier hielten dieLandstraße, Weinberge, Gärten, sowie den Theil des Berges zwischenSän Martine und Sant Antonio besezt und hatten anch in den Waldam Berge Manschast gesandt, um Weg und Steg zu verlegen. DerGraf von Sän Secondo ^ und Moroni hatten sich im Felde gegendie Adda hin, vorne zwischen der Reiterei und dem Fußvolk postirt,Villeneuve und Joux gegenüber. Die französischen Freiwilligen stan-den gegen die Höhe und den Kastanienwald daselbst, Jacques Clauzicrgegen das Weidengebüsch an der Adda zu, dann kam der Ritter SaintVictor mit dem Lieutenant Benizet, denen sich weiterhin der Marechalde Camp Canisy anschloß und so reichten sie bis zu Frezeliöre undSerres hinab. Die eidgenössischen Freiwilligen, welche Joh. Wilhelmvon Steinbrugg ^ als Major anführte, zogen in der Richtung aufSant Antonio.
Frezeliöre und Serres griffen das durch die Mauern der Wein-berge geschüzte Regiment Trivulzio unerschrocken an; ja Serre's Leuteüberstiegen die Mauern und jagten den Feind hinter denselben auf.Drei französische Schwadronen, welche weiter vorgerückt waren, warfensich auf den Grafen von Sän Secondo und verwundete» ihn tödilich,wurden jedoch von den Spaniern unter Major Molino zurückgeschlagen.Auch Moroni leistete tüchtigen Widerstand. Das Regiment Trivulziosuchte die Schande seiner Feigheit und Flucht auf die Schwadron desGrafen von Sau Secondo zu wälzen, welche seine Reihen in Ver-wirrung gebracht hätte. Auf die nämliche Weise entschuldigte sichauch das Regiment Lecques, das ebenfalls die Flucht ergriffen hatte,so daß der auf der Brücke Sän Martino stehende Oberst die Sol-daten, welche zum Theile durch das Flußbett "2 entfliehen wollte»,mit Mühe zurückzuhalten im Stande war. Hier sollten die Schwa-dronen Billette und Joux an der Unordnung Schuld gewesen sein.Hauptmann Dämel Chaläs wurde von den Spanier» durch eineFlintenkugel verwundet und starb zwanzig Tage darauf.
Der Herzog sammelte inzwischen die Zerstreuten und zog dann mitder Reiterei auf das Weidengebüsch an der Adda zu, von wo er zu
rso Von Piacenza. Rohan Mein. 220.
Ei» ausgestorbenes Solothurner Geschlecht. Joh. Wilhelm vonSteinbrugg hatte eine Compagnie im Negimen! Greder.
>22 kossam ^clüns im Original.