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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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179
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Abzug der Kaiserliche» aus dein Veltlin und Tirol. 179

2" Rohrm's Lager waren drei Trompeter Fernamonds angelangt,uni über ein Lösegeld für die Gefangenen zu unterhandeln. DerHerzog sandte sie Montags den 12. November mit Verschiedenen, dieer frei gegeben, zurück. Oberst de Spagna legte seinerseits einenBrief an Fernamond bei, in welchem er ihm von der Niederlage derSpanier Nachricht gab. „Die Veltliner Luft, fügte er hinzu, wolledieses Jahr den Spaniern nicht besser als den Deutschen anschlagen."

Am gleichen Montag, den 12. November, erschienen gegen Abendzahlreiche Reiter aus alle» vier Schwadronen und gegen zweihundertMann spanisches Fußvolk zu Morbegno, um die noch übrigen Todtenzu begraben und den Rest der Stadt noch gänzlich auszuplündern.

Freitags den 16. November streifte ein anderer spanischer Reiter-trupp (aus zwei verschiedenen Schwadronen, mochte er ungefähr achtzigPferde zählen) bis jenseits Talamona hinaus, hielt zwei bündnerischeFährleute, welche mit zehn Pferden fuhren, an, todete den einen undschleppte den Andern mit sich fort.

Montags den 19. November kam die Reiterschwadron LouisBcaufvrts, Sohn des Vicomte Canillac, in die Bünde und gingrann von da in das Veltlin.

Nachdem nun auch die Spanier geschlagen worden waren, zogendie Reste des kaiserlichen Heeres sowohl aus dem Veltlin, als auchaus dem Tirol ab. Lediglich das Regiment Brisighella hielt sich nocheine Zeit lang in der Grafschaft Tirol an den bündnerischen Grenzenauf, worauf es im nächsten Jahre ebenfalls den klebrigen folgte.

Da zwischen dem Herzog von Nohan und du Land« längere Zeitschon, nämlich seit dem Monat Juni, wo derselbe Worms verlassenhatte und in das Oberengadin gegangen war, ein sehr gespanntesVerhältniß herrschte, hieß es jezt, daß der Herzog seine eigene Ent-lassung verlangt hätte, wenn der König Jenen nicht entfernte. Am2. December wurde in Folge dessen Lands in einem gnädigen Schreibennach Frankreich zurückberufen, worauf er auch sofort die Bünde verließ?"

"r Indem auch Jene geschlagen worden wären.

"3 Die Beschwerdeschrist des Herzogs, welche derselbe unter dem Titel:

Denkschrift (Msmoire) des Herzogs von Nvban, durch den Vicomte deMelnn am 26. September 1635 bei Hofe eingereicht und die Herrn duLands und la Saliniore betreffend.

bei Host erreichte, findet sich in dessen I-etlros I. I5l abgedruckt nnd eslautet dieselbe wie folgt:

1635.