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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Bnndstag zu Davos.

1616. anwarb, dabei die Versicherung gegeben, es hindre dieß nickt, die Erb-cinigung zu beobachten.

Ausgangs Juni wurde darauf der Bnndstag zu Davos abgehaltenund die Stimmen der Gemeinden classifizirt, welche sämmtlich dabingingen, die alte Erbeinigung vom Jahre 1518 zu beobachten undwas seither daran geändert, sowie namentlich den im Jahre 1629zn Jnnsbrnck abgcnötbigten Tractat mit den, Erzherzog aufzuheben,doch mit Beifügen der ausdrücklichen Bedingung, daß der Kaiserselbst und das übrige Haus Oesterreich gehörig dafür sorgen sollten,daß jene auch von ihrer Seite unverbrüchlich eingehalten würde.

Der Gesandte Lasnier erschien ebenfalls auf diesem Bundstageund gab sich viele Mühe dem österreichischen Ansinnen^ entgegen-zutreten, doch wurde ihm stets die Antwort gegeben, es möchten dieFranzosen zuerst ihre eigenen Versprechungen erfüllen.

In diesem Monat Juni, zog das Regiment Guter, welches zuWorms lag, in das Gericht Belfort und auf Befehl des HerzogsNohan wurden hernach alle Befestigungen in der Grafschaft Wormszusammengerissen.

Einige französische Soldaten im Veltlin eomplottirteu ebenfalls indiesem Monat Juni, wegen des ausständigen Soldes und berath-schlagten sich darüber, Lasnier^ umzubringen, sich des Hauses zu be-mächtigen, wo die Kriegscassa sich befand und dann znm Feinde über-zugehen. Die zwei Haupträdelsführer wurden gehängt, die Andernbegnadigt.

Sowohl auf dem Bundstage zu Davos bei sämmtliche» Boten,als dann im Monat Juli bei den Misoxern selbst, hatte Rohan ineinem sehr höflichen Schreiben angehalten, sie möchten ihm die beidenim Misox befindlichen Kanonen, gegen Hinterlage ihres Werthes beiihnen selbst, leihen, oder dieselben dem allerchristlichsten Könige ver-kaufen. Er schickte auch den trefflichen Architekten N. Verigny hineinund ließ es selbst an der Drohung nicht fehlen, er werde im Falle

22 Lon Spanien sagt Rohnn (lettres II. 45), so geidbedücftig essonst sein möge, so habe es dock welches gefunden, um in den BündenPratiken zn üben und die Tnsner Artikel zn brechen. Er wisse zwarwohl. daß Spanien dasjenige, was es den Bündnern verspreche, garnicht zu hallen gedenke, aber das Geld thue Alles bei diesem Volkeund lasse es Alles glauben. Siebe auch II. 211.

22 Er war Intendant. S. oben S. 189.