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Wo er als Gefangener
1637 . Man hielt fleißige Wachen an den Thoren und beobachtete genau alleHandlungen und Ausgänge des Herzogs, denn es wurde befürchtet,
»och .Hintergedanken zu wittern und fürchteten namentlich, daß der Herzogvon Noban ihnen entwischen möchte. Die Spanier verfechte» nicht, diesenVerdacht zn nähren, stellten ihnen den Gewahrsam desselben als das Aller-wichtigste vor und verlangte» znlezt gar, daß derselbe ihren Hände» über-geben würde, wofür sie die Schleifung der Beste Fuentes versprachen. DieBündner selbst gingen in ihren Ansichten auseinander. Einige sagten,man dürfe die Verdienste des Herzogs gegen die Bünde nicht vergesse», sowenig wie die Borzüge seiner Geburt und seines Charakters, weßkalb ermit allem Anstand und Respect nnd ohne irgend welchen Verdacht an denTag zn legen, behandelt werden müsse. Lediglich als Ehrenwache undohne anderweitiges Mißtraue» zu zeigen sollten Einige i» seiner Nähebleiben. Viele wieder meinten, es sei nicht mehr an der Zeit Rück-sichten dieser Art walten zu lassen. Wenn es auch wahr sei, daß sowohldie Bünde im Allgemeinen als jeder Bündner im Besondern das An-denken des Herzogs für ewige Zeiten zu ehren Grund hätten, weil einzigseine Tüchtigkeit die Unterdrückung ihres Sandes »nd eine fortwährendeKnechtschaft desselben hinderte, — dürfe dennoch die Staatsklugbeit solcheErwägungen nicht in Betracht ziehen und mit einem Worte, die Schlei-fung der Beste sei von einer solchen Will tigkeit für das Wohl des Landes,Laß man nicht nur keine» Augenblick schwanken dürfe, für einen solchenPreis den Herzog von Nohan den Spaniern, welche ihm doch nichts zuLeide thun würden, i» die Hände zu liefern, sondern mehr noch, daßjeder gute Bündner zu einem solchen Zwecke sich selbst zn opfern bereitsei» müsse.
Die Nebligen suchten zwischen diesen beiden Extremen die Mitte znhalten. Den Herzog den Spaniern übergeben, sagte» sie, würde eineHandlung der Feigheit, Undankbarkeit und ewiger Schande für das Landbleiben. Ihn auf sei» Ehrenwort, ohne Wache, nach Belieben freiherumgehen lassen, hieße einfältig handeln und so müsse mau sich seinerPerson gehörig versichern, ohne die Furcht zu hegen, ihn dadurch zubeleidigen. Da man ferner ihn ja noch vor Eintritt in das Fort, woer dann belagert wurde, gefangen zu nehmen beabsichtigte, brauche mansich auch nicht zu scheuen, es jezt zn thun.
Diese Ansicht drang durch und so wurde der Herzog wie ein Kriegs-gefangener seine», Range gemäß gehalten und ihm jeglicher Verkehr ab-geschnitten." Möm. 387.
Den Tractat nun anlangend, in Folge dessen die Rheinschanze über-geben wurde nnd die Franzosen die Bünde verließen, so beabsichtigteSprecher denselben als Znsaz zn geben und ließ den Plaz in seine,»Mannjcript dazu leer. Es blieb die Stelle aber »nansgefüllk. Dochenthalte» Noban's Briefe dieses Actenstück in italiänischer Sprache undfolgendem Wortlaut: