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Geheime Pläne der Französin.
1687. (Lecques bestätigte es später in Frankreich schriftlich) daß die Fran-zosen den Plan hatten, sogleich nach Lecqnes, der einige tüchtigeHanptlente und Offiziere in seiner Umgebung hatte, Ankunft aus demVelttin, den Oberst Jenatsch, sowie andere Hanptanstister der biind-
Die Herren Bnndner werbe» daiür sorgen, baß bie Truppen Ihrerkatholischen Majestät >m Vclilin und den beide» Grafschaften keinerleiFeindseligkeiten gegen das Kriegsvolk des Königs von Frankreich üben,sowie das; über den St. tznziensteig keine fremden Truppen zum Angriffgegen bei; Oberst Schmid cinriieken. Dagegen versprechen wir unsererSeite dem Hause Oesterreich und Spanien gegenüber bis zur vollstän-rige» Ausführung und Erfüllung deS gegenwärtigen TractatS den Statusquo i» keiner Weise zn verändern, wie wir denn auch die Zusage leisten,keinerlei Truppen und Strcitkiätte von keiner Seite bcr zu berufen,sowie wenn dergleichen einrücken sollten, sie nicht aufzunehmen und lczliichnicht erlauben werden, daß unser Heer in der Eidgenossenschaft, das jaoimelün in Folge dieses LractatS sich zurückziehe» soll, irgend welcheBewegungen vornehme.
Beim Abmarsch auS dem Vcltlin und den Grafschaften, sowie durchdie Bunde, hat daö frainösiscle Heer jede Unordnung und Schädigungder Bewohner zn vermeide». Geschähe solches dennoch, so sind die Ur-bebcr zur Berautworinng zn ziehe» und der Schaden zn vergüten. DerMarsch bar auf zwei Straßen, die untere und obere, stattzufinden f?eril ninroliinr <ti guella nrninln «lovera sorvirsi (li «Ine stracke ,li snlto etsapra, — vielleicht die sogenannte untere fTplügkN, Schanis und Tum-lcschgf und die obere fBcrnina, Irrlter, Oberhalbstein und Lenz) Straße)n»d es sollen nicht mehr als zweihnndcrtfnnszig Mann aus einmal mar-schirc». Auch soll innert der sestgcseztcn Zeit die gesammtc Mannschaftdurchgezogen sein.
DaS Arrdcnken an die vergangene Zeit wird vollständig der Ver-gessenheit übergeben und soll in Ansehung dessen, was jezt geschieht,für die Zukunft in keiner Weise wieder hervorgesuchl und aufgerührtwerde». Sobald wir vollständige Sicherheit baden, daß der Graf Ser-belloni und die Truppen Ihrer katholischen Majestät keinerlei Feind-seligkeiten gegen uns und die ander» Commandanten des französischenKriegsvolks lm Veltiin und den beiden Grafschaften üben werden, sollsofort ei» Tbei! unserer Kavallerie von dort abziehe» und es sind dieHerren Bündiicr damit einverstanden, daß wir mit unserem Gefolge unddem Herrn Commandanten Saint-Simon uns inzwischen in der StadtCur aufhalten und dort sowohl vollkommene Sicherheit als anck dieAchtung und Rücksicht finden, weiche unsere Stellung im Dienste Ihrerallerchriitiichsteu Majestät ansprechen darf. Anderseits werden wir wäh-rend dieser Zeit, daselbst nntcr keiner» Verwände irgend welche Pranke»üben. noch sonst etwas thun, was die Erfüllung des gegenwärtigen Ver-trages hindern oder in Frage stelle» könnte." Toltros II. 887.