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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Sie wenden sich <m Venedig nm Hülfe.

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tierischen Schilderhebnng, aus dem Wege zu räume» und in der all-gemeinen Verwirrung, mittelst Hülfe ihrer durchziehenden Truppe»,die Zügel der Herrschaft an sich zu reißen. Sicher ist es, daß Jeuatscheinige Jtaliäner sich als Leibwächter gemiethet hatte.

Inzwischen drangen die Spanier eifrig in die Bünde, ihnen ander Grenze den Herzog von Rohan ausliefern zu wollen, doch wurdediese Schändlichkeit fest zurückgewiesen.

Der französische Gesandte in Venedig, la Tbuillerie, hatte da-selbst um Hülfstruppen gebeten, damit die Franzosen nicht durch dieKaiserliche» und Spanier erdrückt würden. Das Nämliche war durchLeeqnes verlangt und ihnen zum Danke dafür ein Fort im Veltlinangeboten worden. Hierauf ließen die Venetianer zuerst die deutschenCompagnien sammt den Capelleten an die Veltliner Grenze abgehen,lösten dieselben jedoch später durch französische ab, die den Auftraghatten, unter dem Richter Valletta sofort in die Thalebene hinab-zusteigen, wenn die Spanier einzurücken Miene machen sollten. Dießsezte die Bündner in nicht geringen Schrecken und mit EinwilligungRoban's wurde hierüber ein Schreiben an die Venetianer erlassen."''

Den Inhalt dieses Briefes beabsichtigte Sprecher cbenfalls alsZusaz zu geben und weist dlesifallS anf die folgende Seite hin. Dadiese aber teer ist, Lebmann jedoch den Zusa; vor Augen gehabt zuhaben scheint, gibt der Bearbeiter denselben taie quäle, wie er bei Leh-man» enthalten ist, es dem Leser überlassend, sich den logischen Zusammen-hang der lezte» sechs Zeilen hinzuzudenken.

Lehman» sagt II. S. 393, wie wlgt:

„Sie erzehlten erstlich den Her- und Fortgang ihrer Sache und ihresUnternehmens sehr ausführlich und deutlich und sehten dann hinzu: siewünschten nichts mehr als mit jedermann, besonders mit ihren Nachbarnund Freunden, eine aufrichtige Harmonie zn unterhalten, nnter denen siebesonders die Erlauchte Revnbiik Venedig in ungeschminkter und väter-licher Zuneigung und dem grasten Eiter die Republik Bünde» wiederherzustellen, in der That gesunden hätten Sie dankten ihr deswegenfür so viele erwiesene Wohlthaten auf daö verbindüchste »nd bäthe», siemöchte in diesen guten Gesinnungen noch ternerS gegen sie zn verharrengeruhen, und wann man ihnen etwas zur Last legen sollte, so möchtensie als kluge Vater und Wächter der öffentlichen Ruhe sie davon bencich-richiigen. Ich legte eine Copie dieses Schreibens, wie ich eö bier aus-zugsweise beigesetzet habe, aus den Sä reibpuit des HerzogS von Rvban,da ich ihm zufälliger Weise etwas i» Italienischer Sprache hatte schreibenmüssen, denn in Abwesenheit des Prioican war ich sein Secreiär imItalienisch,», nnd der Herzog nahm ohne mein Wissen anfZnreden desJeuatsch eine Copie davon."

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