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Gesandtschaft des Obersten
IN37, vor und verlangten die Verweigerung des Durchpasses, wenn dieFranzosen in die Bünde kommen wollten. Auch Rohan theilte den Eid-genossen dasjenige mit, was mit den Bündnern pacruirt worden war.
Wie die evangelischen Eidgenossen später sagten, versicherten unsereBoten, daß über die Freiheit beider Religionen und den vollen, un-geschmälerten Besiz der Unterthanenlande gar kein Zweifel mehr ob-walte und es sei dieß eine abgemachte Sache, ebenso die Bedingung,daß die Bündnisse in allen Punkten aufrecht und unverlezt erhaltenwerden sollten. Der spanische Gesandte Casati bemerkte blos, daßsein Monarch nichts anderes wünsche, als daß Jeder seine Rechte undBefugnisse frei und ungehindert ausüben dürfe. Darauf erwiedertendenn auch die Eidgenossen, wenn die Sache wirklich sich also verhalte,seien sie nicht gesonnen Jemanden den Durchpaß zum Schaden derBündner einzuräumen.
Dienstags, am lezten Tage des Monats März, wurde Seitens derBündner Oberst Molina zum Marquese de Leganez nach Mailand ab-geordnet, um ihn von allen Verhandlungen in Kenntniß zu sezen,und, da sie sich bereits vor sechs Monaten vom französischen Dienstelosgesagt hätten, um ihre Löhnung zu bitten. Solche wurde verlangtfür sechstausend Mann bis zu dem Augenblick, wo die Franzosen ab-gezogen sein würden, später dann für dreitausend; ferner aller nöthigeProviant, Munition und die Befugnisse für die Bündner sogleich nachdem Abmärsche der Franzosen aus dem Lande, ihre Amtleute in daSVeltlin zu senden. Im Herzogthum Mailand sollte ein bündnerischesRegiment unterhalten werden und die Getreideausfuhr von dort ge-stattet sein. Wenn die zufolge einer Bestimmung des Bündnisses zuunterhaltenden Stndirenden nicht nach Mailand gehen wollten, sollteder Betrag dafür den Bündnern alljährlich verabfolgt werden. Fernerwollten sie die Zusicherung für die durchlauchtigste Republik Venedig,daß die Spanier nur für denjenigen Fall ein Heer in das Veltlin sen-den würden, wo der Herzog von Nohan den Vertrag nicht erfüllensollte. Bis zu dem Augenblicke, wo die Capitulation mit Ihrer katho-lische» Majestät ratificirt sein sollte, hätten die Schanzen und Festungs-werke im Veltlin und in der Grafschaft Cläven in den Händen derBündner zu verbleiben, und die Besazungen derselben, abgesehen vonden schon erwähnten dreitausend Mann, habe Spanien zu unterhalten.
Die bünduensche» Offiziere und Soldaten.