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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Relation des Herzogs oo» Rohan.

1637. königlichen Majestät und dem Ruhme Ihrer Waffen mehr frommte.Zu besseren, Verständniß des Ganzen greife ich bis zur Questp zurück.

Durch den Frieden zu Chierasco erlangte der König die Sckleifungder durch die Kaiserlichen in den Bünden aufgeführten festen Werke,sowie den Abzug ihrer sämmtliche» Kesazungeu. Darauf anerbot er denBündnern seinen Beistand, sowohl zur Sicherung ihrer Pässe und zurUnterhaltung von Truppen in ihrem Lande behufs Erhaltung des Velt-lius und der Grafschaften Cläven und Worms, als auch zum Wieder-eintritt in deren Besiz und zwar in demjenigen Umfange, wie sie sichim Jahre 1617 dessen erfreuten, — ein Vorschlag den die Bündnerannahmen. Herr du Lande, Marechal dc Camp, der Namens IhrerMajestät mit den Bündnern verhandelte, warb drei bllndnerische Re-gimenter. Zu Venedig, wo ich dazumal mich befand, erhielt ich dieOrdre deren Oberbefehl zu übernehmen und that es auch, denn dreiJahre waren verflossen, ohne daß gegen die Veltliner etwas geschahund die Bündner vermochten ihre Unzufriedenheit darüber nicht längerzu bergen, wie sie denn auch des Soldes wegen sich beschwerten.

Endlich bekam ich Befehl in das Veltli» und die beide» Graf-schaften einzurücken. Es gelang mir, dieser Lande mich zu bemächtigen,worauf ich dieselben befestigte und gegen verschiedene Versuche desKaisers und des Königs von Spanien, mich von dort zu verdrängen,schüzte.

Während dieser Zeit drängten die Bündner in mich, sie in Gemäß-hcit der Versprechungen des Königs wieder in ihre alten Rechte ein-zusezen, Deßhalb, als ich die Sache nicht länger verschieben konnte,der König es für zweckmäßig fand, daß ich mit ihnen einen Vertragerrichtete, dem zu Folge unter Andern, die Gerechtigkeitspflege in denHände» der Veltliner und der evangelische Cultus ausgeschlossen blieb.Nach unendlicher Mühe und vielfältigem Widersprüche brachte ichdiesen Vertrag zu Stande und beide Punkte wurden angenommen.Auch wurde der Tractat auf einem Beitage" in bester Form bestätigtund ich sagte Seitens Ihrer Majestät auch die Ratifikation desselbenzu. Als ich aber nach Hof sandte, um dieselbe einzuholen, befandensich die öffentlichen Angelegenheiten in einer derartigen Conjuncturund Wechselstellung, daß man mir nach einer Zögerung von vier Mo-nate» statt der verlangten Ratifikation eine Abänderung des genannten

" Zu Tuns.