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Bnndnerischer Oberster
UM. am 9. Mai mit seinem Regiment in das Veltlin ab) Rudolf Traversund Paul Bnol. Zu Hauptleuten wurden im grauen Bunde Conradinv. Castclberg, Rudolf v. Marmels uud Christian Florin, unter OberstFlorin, Johann Schmid von Grüneck aber unter Oberst Nosenrollernannt.
Das Regiment Jenatsch erhielt an neuen Hauptleutcn: JohannBavier und Nutt Jenatsch; das Regiment Travers: Wolf Juvalt,Dietrich Jecklin von Hohenrealt, Anton Beeli und Rudolf Plant«von Ardetz; Das Regiment Buol: Conrad Marcadant, LeonhardWildiner und Sprecher; dasjenige des Obersten Guler endlich: JanZeuch und Joh. v. Porta.
Jenatsch und Gu'er hatten übcrdieß jeder eine Schwadron Kara-biniere, so daß die Gesammtzahl auf dreitausend zu Fuß und hundertPferde stieg. Die Reiterei wurde jedoch nach Verlauf eines Monats
Stadt gezogen hätte"! wie leztere äußerst leicbt z» beschieße» sei, dieBesazung nur aus znsommengeraffken Bauern bestelle uud die Mehrzak!der Eiuwobner es mit den Franzose» halte. An diesen, Tage stehe seinlLecgucs) Regiment, achthundert Mann zählend, z» Trimmis, eine halbeStunde von Cur; das Reginient Montanzier, tausend Mann stark, dieBorhnt der Fnßtruppen bildend, sei nur drei Stunden entfernt und habeden Rhein noch nicht überschritten. Serres Mannschaft stünde ebenfallsblos drei Stunden rückwärts, in dcr Stadt aber lägen mehr als hundert-fünfzig französische Edelleute und Offiziere.
Wen» der Herzog „nler diesen Umständen damit einverstanden sei,so werbe er in der folgenden Nacht, au Stellen die er hiezn passendgefunden, mit sechs aus dem Veltlin mitgebrachten, geladenen und ge-rüsteten Petarden, die Stadt Cur durch sei» Regiment beschießen undwährend dessen mit Hülfe der schon in der Stadt befindlichen Franzosendie Obersten und Urheber der Schilderhebung, die alle i» einer Her-berge sich befänden, greifen und aus den, Wege räumen lassen, wodurchsie selbst Herren dcr Stadt würden. Er sei überzeugt, daß die Bnndner,wenn sie die Anstifter des Aufruhrs todt und die französischen Fuß-truppen noch in ihrem Lande sähe», bestürzt: „vlve Brunos!" rufenwürden und der frühere Zustand wieder hergestellt sei.
Der Herzog nahm diesen Vorschlag nicht an, weil er im Falle desMißlingens zu viel Gefahr für seine Person darin sah. So zogen dieTruppen durch und Alles verblieb im Alten, zur Zufriedenheit der Bnndnerund der Spanier, welche bei dieser Komödie die Znschancr abgaben.
Dieß ist die wahre Darstellung dieser Angelegenheit. Sie stiizt sichsowohl auf die erwähnten Originaldocnmcnte, als das nnverwcrflicheZeugniß der hier genannten, in der Sache mithandelnden, Personen."