Ernennung neuer
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stand zu leisten gesonnen wären, welche es versuchen würden. D och 1637.stellten sie das Begehren um Schleifung der Rheinschanze.
Inzwischen wurden an die Stelle Molina's, Salis und Brüggers,drei neue Obersten gewählt, nämlich Christoph Rosenroll, (dieser ging
„Der Entschluß des Herzogs von Nohan ist so verständig und klug,daß man durchaus nicht irre gehen kann, wenn man ibn befolgt unddieses um so weniger, als derselbe mit dem Willen des Königs durch-aus in, Einklänge steht. Im Begriff abzureisen, finde ich hierüber nichtsweiter zu bemerken, es wäre den» dieses, daß die Herren zu Venedigunser Benehmen böchiich rühmen. Sollien sie i» späteren Tagen esbereuen, nicht Theil daran genommen zu haben, so ist es nicht meineSchuld, der ich sie ost genug dazu einlud. Möge Gott Sie dahin sübren,wo der Dienst des Königs es erheischt."
Als die selten Pläze übergeben und die Truppen bereits auf demMarsche waren, ihr größerer Tbeil auch schon das bündnerische Gebietverlassen hatte, wurde dem Herrn de Lecques ein Brief des Herrn deRovers eingehändigt, in welchen, dieser ibn ermähnte, jede» möglichenWiderstand zu leisten, um die Waffen des Königs im Lande zu halte»und nicht zu gestatten, daß dieselben in einem Angenblicke, all den Ruhmverlören, den sie durch so viele Kämpfe sich erworben hätte».
lleberrascht von diesem Schreiben und untröstlich über das Vorgefalleneforschte Herr de Lecques nach den Ursachen dieser Verspätung in der Abgabeund es fand sich dann, daß der Herzog dasselbe absichtlich zurückgehaltenhatte, wohl wissend, daß der darin ausgesprochene Wille des Königs seineAngabe widerlegte, und daß dann Herr de Lecques den von ibm mit denBündnern abgeschlossene» Tractat niemals in Ausführung bringen würde.Dann aber lief er Lebensgefahr, da er in ihrer Gewalt sich befand unddie Erfüllung des Traktats unbedingt versprochen hatte. Mehr nock,der Herzog behielt auch den Brief zurück, welche» der König in dergleichen Sacke dem Herrn de Lecques geschrieben hatte und gab ihnniemals ab.
Dieser Brief aber machte Lecques znr Pflicht, alle möglichen Mittel an-zuwenden, um die Sache wieder gut zu machen. Dieses ließ sich aber nurdurch einen Gewaltstreich (quelqus exöcutiun extravrckmaire) bewerkstel-ligen Lecques beeilte sich demnach den Vortrab der Armee einzuholen, umsich derselben noch vor ihrem Abzug aus den Bünden zu bedienen. ZuCur traf er den Herzog von Nohan, beklagte sich bei ihm, daß er ibnveranlaßt hätte, gegen den Willen des Königs zn handeln und sezte ihmdann auseinander, wie der ganze Aufstand auf nichts weiter als dieRänke der bündnerischen Obersten und Häupter sich stüze; wie diese Allezusammen in Cur sich befänden und während des Durchpasses der Fran-zosen, welche längs der Stadtmauern zogen und blos eine halbe Stundeentfernt lagerte», nur fünfhundert Mann zn ihrer Sicherheit in die
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