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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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270
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270 Schleifung der Rheinschanze, gehen jedoch

1638 , Rheinschanze und wünschten den Grund zu kennen, warum dieses nichtschon geschehen sei. Die Mitglieder des bllndnerischen Rathes batenals Antwort, um eine Zusammenkunft zu Weesen am WalenstadcrSee, wo wir sodann mündlich und ausführlich die Gründe dieser Ver-zögerung mittheilen würden. So wurde die Sache bis zum Februardieses Jahres verschoben, wo die Eidgenossen Eingangs des Monatsden Vündnern wissen ließen, es sei ihnen ungelegen nach Weesen hin-auf zu reisen und Jene möchten, wenn immer möglich, zum Tage nachBaden kommen.

Es wurden somit dahin abgeordnet Oberst Georg Jenatsch;Johannes Corai, Ritter; Oberstlieutenant Johann Tscharner undHauptmann Joh, Peter EnLerlin,

Da um diese Zeit der Herzog von Sachsen-Weimar über denRhein gegangen war, ließen sich die Eidgenossen von ihrem Begehren,um die Schleifung der Nheinschanze, um so eher abbringen, als diebündnerischen Boten mündlich und schriftlich noch Folgendes vor-brachten.

Es könne nämlich, sagten sie, dieses feste Werk die Bünde voreiner plözlichen Ueberrumpelung durch fremde Waffen sicher stelle»und dadurch auch noch anderen freien Staaten sich heilsam erweisen.Dasselbe sei nicht gegen die Eidgenossen, wohl aber diejenigen ge-richtet, welche unter Verlezung des eidgenössischen Gebietes und Miß-brauch des Passes über dasselbe die Bünde zu beunruhigen im Sinnehätten. Thatsache sei es, daß überall, wo mächtige Fürsten und Herrensich gegenseitig befehdeten, sie beinahe stets ihre Blicke zunächst anf diebündnerischen Paßübergänge zu richten gewohnt seien und wir dannohne den Schuz einer Beste erdrückt werden könnten, bevor wir nochdie Waffen zu ergreifen im Stande wäre». Diesem Umstände habedeßhalb auch der Herzog von Rohan, als er das Heer in den Bündenbefehligte, seine größte Sorgfalt gewidmet und in Folge dessen die Rhein-brücke und den St, Luziensteig so befestigt, daß die Oesterreicher vondieser Seite durchaus keinen Einfall wagten, sondern nur auf Punkten,wo solche Befestigungen nicht vorhanden waren. Die Nheinschanze seiauch geeignet, die Fürsten, mit welchen man Tractate abgeschlossenhätte, zu deren Einhaltung zu bewegen. Wenn leztlich zu derjenigenZeit, wo die bündnerischen Unterthanen rebellirten, solche feste Werke,

>° 1638 .