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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Die Eidgenosse» »erlangen neuerdings die 269

Montags den 16. November kam Luigi Panizza, Commandant 1687.der Beste Fnentes, in das Vettlin und stellte das Gesuch, welchesjedoch mehr einem Befehle glich, daß zur völlige» Schleifung allernoch übrigen Trümmer des dortigen Castells Arbeiter nach Mantellogesandt würden. Dies; geschah sofort und auch an der Riva wurdeManches noch demolirt und dem Boden gleich gemacht.

So lief dieses Jahr 1637 zu Ende. Zu bemerken ist noch, da»in demselben dreihundert Personen im Tavetscherthal der Pest zumOpfer fielen. Ueberhanpt zeigte dieselbe seit dem Jahre 1628 fort-während sich an dem einen oder ander» Orte der Bünde. MöchteGott, daß bei Ablauf dieses Jahres mit den ander» Drangsalen auchdiese Strafe ihr Ende fände.

Im Monat Januar 1638 zogen einige Burgunder aus dem Re- ,688.gimcnt Christophe Rencourt durch die Bünde. Später folgten in Ab-theilungen auch Deutsche nach, doch waren fie nicht bewaffnet, undihre Zahl ging jedesmal nicht über vierzig hinaus. Bis zum MonatJuuius betrug die Gesammtsumme ungefähr tausend Mann.

In diesem nämlichen Monat kam der Benedietinermönch undPfarrer in Trimmis, Christian, zu Cur in der Herberge zur Tanne,mit einigen Tnmlcschgern, die er für Katholiken hielt, in ein Gespräch,wobei er unter Anderm äußerte, das spanische Bündniß werde ohneZweifel ratificirt werde» und bald nachher sollten, wie er es von demPfarrer zu Zizers gehört hätte, fremde Truppen die Pässe besezen,worauf es mit den Lutheranern ein Ende nehme. Dabei blies er be-zeichnend über seine flache Hand hin.

Diese Aeußerung wurde der Obrigkeit hinterbracht, welche, daauch in politischen Dingen die Priester vor den geistlichen Richter ge-hören, den bischöflichen Vicar davon in Kenntniß sezte. Beim Ver-höre konnte der Mönch die Sache nicht läugnen, suchte jedoch denPfarrer zu Zizers rein zu waschen und sich selbst mit Trunkenheit zuentschuldigen. Leztlich wurde er während dreier Tage auf den; bischöf-lichen Hofe in Klausur gehalten und dann erst seinen Funktionenwieder zurückgegeben.

Vom Tage zu Baden aus, im vcrwichene» Monat November,hatten die Eidgenossen nicht blos dem büudnerischen Rathe, sonder»auch den Gemeinden selbst geschrieben und lezteres im Monat Maiwiederholt, doch wurden die Briefe nicht bestellt. Da alle übrigenFestungswerke demolirt wären, verlangten sie auch die Schleifung der