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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Urtheil über die Mörder.

161». richters erführe», erhoben sie sich bewaffnet unter Zulauf deSVolks belagerten Mittwochs den 26. des Kastellans Wohnung inZernez und erschossen Ioh. Schalkett, der mit zwanzig andern Ein-wohnern bei ihm in derselben sich befand. Dieß bestürzte die Uebrigenin solchem Grade, daß sie an Stricken sich herniederließen. Der Ka-stellan verbarg sich unter dem Bette seiner Frau Zambra in einemandern Winkel. Donnerstags fand man Beide und führte sie nachArdez, wo sie theils freiwillig, theils auf der Tortur die ganze Sacheeingestanden. Viele suchten sich nun ins Mittel zu legen und ihnendie Freiheit wieder zu verschaffen, — aber am 24. Februar 1641ließen die Blutsverwandten des Ermordeten sowohl väterlicher alsmütterlicher Seite, in der Befürchtung der Kastellan möchte bei derGunst, welche viele mächtige und einflußreiche Personen, wie der Bi-schof von Cur und Andere (ob im Ernste oder nur zum Scheine, istungewiß) an den Tag legten, wieder davon kommen, ihn durch vierVermummte im Gefängniß töde» und zwar, wie man glaubte, nichtohne Einwilligung der Richter welche ihm bereits den Tod zu-erkannt hatten und seinen Verwandten bedeuteten, sie möchten für ihndie Art desselben sich auswählen. Zambra erhielt am 7. März vonden Richtern die Vergünstigung, mittelst Oeffnung der Adern imBade zu sterben."

dessen Better Jacob Mengia, Me»n da Greschel von Tarasp und ei»Jtaliäner.

3> Bnlpins fährt fort: „Am II. December kamen die Mörder dnrcbGottes Schickung über den Ilmbrail nach Zernez und am 15. stand dasGericht in Waffe». TagS darauf brachen zwanzig 'Btann von Schuls,zwanzig von Sind »nd siebzehn von Nemns auf, aber Alle fürchtetensich zu ziehen, (wo toult o'tmeivn cln ir).

3- Nach Bnlpins im Bcttstroh.

33 Nach Bnlpins wollten diese (wahrscheinlich in Folge der Kunst,welche sich für den Verbrecher zeigte) „nicht mehr recht vorwärts."Außer dieser Furcht der Verwandten, namentlich der Mutter des Er-mordeten. daß der Verbrecher seiner verdienten Strafe entgehen könnte,läßt sich als Beweggrund zu dieser ungewöhnlichen (Bulliemin (Gesch.d. Eidg. II. 660) an die Alridenzeit gemahnenden) Exekution recht gutdie Scheu sämmtlicher Verwandten vor einer öffentliche» schimpflichenHinrichtung dcnken, und die Richter selbst mochten froh sein, daß derJustiz ihr Recht geschah, ohne daß sie ihr Interesse auf das Spiel zusezen gezwungen wurden.

3t Sein Leichnam wurde nach Dicosuprauo in das Bregell gebracht,wo Zambra zu Hanse war, »nd ehrenvoll im Familienbegräbniß derPrevoste beigesezt.