lieber dasjenige, was die Gesandten ausgerichtet. 293
und ihre Versprechungen nicht erfüllt hätten, wcßhalb dann das fran- tK39zösische Heer entlassen worden sei. Gleichzeitig habe man wegen derdem Vaterlande drohenden Gefahren mit den benachbarten PotentatenFreundschaft zu schließen versucht, dabei jedoch stets ihnen, den evan-gelischen Predigern sowie dem Volke erklärt, die Freiheit des Vater-landes werde überall und stets gewährt und der freie unumschränkteBest; des Veltlins gewährleistet, endlich dem Lande noch eine beson-dere Entschädigung zn Theil werde», auch würden die spanischenAgenten in keiner Weise in die innern Landesangelegenheiten sich ein-mischen, Nach Schleifung der Besten zu Mantcllo und Riva seien diebündnerische» Truppen außer Landes geführt und das Bündniß ver-handelt, aber dem Volke nicht vorgelegt worden. Deßhalb hätten sie,,die Decane, im Monat April des verflossenen Jahres auf dem Beitageöffentlich Klage geführt und auf den Synoden zu Samaden und Cursei der Beschluß gefaßt worden, alle» sreiheitsschädlichen Tractaten sichzu widersezen. Kürzlich feien dann die Gesandten nach beinahe zwei-jähriger Abwesenheit aus Spanien heimgekehrt, aber man erfahreleider mit schmerzlichem Staunen, daß dieselben nicht nur in Sachender Religion keinerlei Zugeständnisse auswirkten, sondern auch sog«,daß die Unterthanen durch Theilnahme an der Rechtspflege und An-Lerm zu Mitregenteu erhoben worden seien. In neuester Zeit endlichwären die bündnerische» Truppe» abermals aus dem Lande geführtworden, und die Spanier ließen nicht ab, ihrer Zusage zuwider, sichin die innern Landesangelegenheiten zu mische». So habe man imEngadin, Puschlav und anderswo in Sache» der Religiow die Gesezeveclezt und fremde Mönche, die Grundursache des Aufruhrs, wieder indas Land berufen. Als Hirten und Hüter des Volkes ermähnten undbeschwörte» sie nun dasselbe, sich die alte Freiheit in politischen wiereligiösen Dingen angelegen sein zu lasse», die Vorlage der gegen-wärtigen Vertragsartikel zu verlangen, dieselbe» genau zu prüfen undvon ihrem alten guten Recht gegenüber ihren Unterthanen keinen Zollbreit zu weichen. Sie selbst könnten es vor Gott bezeugen, daranunschuldig zu sein, wen» diese Mahnung erst jezt komme.
Der Beitag wurde auf den 7. Juni und zu Cur angesezt. TagSvorher langte» von Solothurn an, Jacques Bigier, königlich franzö-sischer Dollmetsch und Permantier, Seeretär des Gesandten BlasseMeliand. Sie verlangten durch den Mund des französischen DM-