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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Klage» der evang. Geistlichen

>«3S. Gelde zum Geschenk erhalten. Den Edel» welche sie begleiteten,waren goldene Ketten von je achtzig Dublonen an Gewicht zu Theilgeworden. Casnedo versicherte später oft, daß diese Gesandtschaft denKönig von Spanien auf mehr als hunderttausend Gulden zu stehengekommen sei. Rudolf v. Salis wurde zum Ritter von Sän Jago diCompostella ernannt. Auch den beiden Andern wurde die Ritterschaftangetragen, — und da sie Protestanten waren, konnten sie dieselbewenigstens Andern für Geld verkaufen.

Casnedo bemühte sich gleich von Anfang an den bündnerischenRath dahin zu bringen, daß zu größerer Sicherheit der katholischenReligion, nur Amtleute dieses Glaubens in die Unterthanenlande ge-schickt würden. Dieses sei übrigens kein Hinderniß, daß jedes Gerichtnach der Reihe sein Amt erhalte. Wo aber ein Evangelischer gewähltwürde, möchte ein Katholik an seine Stelle treten und es werde derKönig von Spanien Jenen durch eine ebenso große Pension an Geldentschädigen, als ihm das Amt an Nuzen abgeworfen haben würde.Ihre katholische Majestät werde überdieß die Güter der Evangelischensofort auskaufen und in baar bezahlen.

Die evangelischen Bündner mochten aber auf keine Weise irgendeines ihrer Rechte aufgeben und überhaupt nichts am Vertrage zuAlessandria ^ ändern. Dieß theilten sie auch dem Marquese Leganezmit und schrieben zugleich unserer Mannschaft, wo sie sich auch be-fände, Halt zu machen und nicht weiter vorzugehen, bis dem Begehrender Bündner gewillfahrt worden wäre. Diese Ordre langte jedoch zuspär an.

Als die Decane der evangelischen Synode inzwischen vom dem-jenigen, was die Gesandten ausgerichtet hatten und was sie demnachberichten würden, Kenntniß erhalten hatten, hielten sie es nicht fürräthlich, länger zu zögern und richteten am 25. Mai ein Schreibenan alle evangelischen Gerichte in den Bünden. Voraus ging einekurze Erzählung, wie seiner Zeit die französischen Agenten gehandelt

^ öiodililnis im Original. Lehman» gibt dieß gewiß unpassendmit Pagen. Sicherlich schleppte» sich unsere einfachen bündnerischenAltvordern schwerlich mit dergleichen edel» Dienern herum, und mitgewöhnliche» widerspricht das Wort nobilis. Hier ist darunter ohneZweifel die Ebrenbcgleitung zu verstehen, die ihnen der König (PhilippIV.) aus spanischen Edelleuten an die Seite gab.m Bom 5. Juli 1637, s. oben II. S. 262.