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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Das Bündnis! mit Spanien nicht zu überstürzen 303

Gemeinden aber hegten volles Vertrauen zu der aufrichtigen Gest»- 163S.»ung der Oberbehörden, auch stehe die Besizantretung des Veltlinsvor der Thüre. Sie möchten schließlich die Pässe Niemanden zumSchaden der Bündner einräumen.

Damals langten auch zwei Schreiben der Städte Zürich undBern an die einzelnen Gerichte der gesammten Bünde mit Eil-boten an. Sie waren vom 24. Juli alten oder 3. Angust neuenKalenders datirt und wiesen Eingangs darauf hin, wie sie stetstreu und hülfreich und zwar schon seil Ausbruch des Aufruhrs derUnterthanenlande, gegen die Bünde sich erwiesen hätten, wie siestets in dieser nämlichen Gesinnung verharrt wären und wie die bünd-nerischen Boten im Monat März 1637 auf dem Tage zu Badendie Versicherung gegeben, daß volle Freiheit, sowohl in Glanbens-sachen als in politischen Dingen auch bei den Unterthanen wieder her-gestellt würde und sämmtliche bündnerische» Rechte gewahrt blieben.

Auch der spanische Gesandte, Graf Casati, hätte erklärt, sein Königund Herr trüge nichts anderes im Sinne, als daß Jeglichem seineRechte unverkümmert blieben. Alles dieses habe sie vollkommen be-friedigt. Dermalen aber müßten sie gerade das Gegentheil vernehmenund wie ein der bündnerischen Freiheit und andern bestehenden Bünd-nissen schädlicher, in seinen Gesammtfolgen verderblicher Vertrag ab-geschlossen, die bündnerischen Pässe in die Hand eines einzigen, durchseine ungünstige Gesinnung gegen andere Mächte hinreichend bekanuleuFürsten gelegt werden sollte. Obschon sie nun den Bündnern keines-wegs Geseze vorzuschreiben im Sinne hätten, möchten dennoch diesesich wohl erinnern, daß das gemeinschaftlich mit ihnen, den Eidge-nossen, Frankreich gegenüber bestehende Bündniß ein derartiges Vor-gehen nicht erlaube. Ferner hätten sie, die beiden Städte Zürich undBern, gerüchtweise vernommen, daß diese Artikel anfänglich auf demBeitage nicht angenommen wurden, die Spanier aber dennoch, wenngleich im Besize nur weniger Stimmen, das Mehren unter heftigemWiderspruch der Andern angesprochen hätten, worüber nun Mißhellig-keiteu entstanden seien. Unter diesen Umständen bäten sie die Bündnerinständig, ihre Ungeduld zu zügeln und um Privatleidenschaften undPrivatvortheile willen nicht blindlings zu handeln. Es sei gar nichtihre Absicht, ihnen ei» solches Freundschaftsverhältniß mit ihren Nach-barn, sofernc solches ihrer Landesfreiheit nicht zu nahe trete und auchden andern Bündnissen keinen Nachtheil bringe, auszureden, doch