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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Und dessen Folgen wohl zu bedenken.

1639 . möchten sie stets ihre Freiheit unverlezt bewahren. So Ute diese ihreErmahnung fruchtlos sein, so härten sie, wenn auch später Reue folge,doch ihre Pflicht erfüllt und überließen, unter Anerbieten ihrer Dienste,alles Uebrige Gott und der Zeit.

Einige Gemeinden, welche zu den Artikeln nicht gestimmt hatten,antworteten dankend den beiden Städten, empfahlen sich weiter undmachten kein Hehl aus ihrem Widerwille» gegen das im Wurfe lie-gende Bündniß.

Als den Rathsboten Seitens der Landschaft Davos eine Abschriftdieses Briefes zukam, nahmen sie die Sache gewaltig übel auf undbeschwerten sich am 8. August den beiden Städten gegenüber, daß siegegen alle bei freien Gemeinwesen übliche und stets zu beobachtendeSitte, sich an die Gemeinden selbst wendeten, statt ihre Briefe an dieordentliche Oberbehörde zu richten; ermähnten sie, unruhigen Köpfenihr Ohr nicht zu leihen, besonders zu einer Zeit wo Friede und Ein-tracht so noth thue. Die Besizergreifung der Unterthanenlande stehenahe bevor und sie möchten sich die Bünde anempfohlen sein lassen.

Beide Städte antworteten dann wieder am 21. August und nanntenden Grund, warum sie ihr Schreiben geradcnweges an die einzelnenGerichte selbst richteten. Ungebräuchlich sei übrigens die Sache nicht,und dieses Mal hauptsächlich deßhalb geschehen, weil sie keinen Auf-schub gestatte und der Fall auch öfters vorkam, daß ihre Briefe an dieHäupter, von diesen nur sehr spät oder gar nicht weiter mitgetheiltwurden. Sie mahnten sie, vor Garnisonswechsel" der eine» Festung(der Rheinschanze) und Schleifung Anderer (die Castelle zu Clävenund Sondrio), sowie Ausführung des Tractats, Alles reiflich zu über-legen. Auch wünschten sie zu wissen, wie weit die Unterhandlungengediehen wären.

Am 24. August war zu Cur abermals der Beitag versammelt, derdie Antwort hierauf unter Dankbezeugungen abfaßte. Die bündnerischcnBoten, besagte das Schreiben, wären gerade dermalen in Mailand,wo sie einige Modifikationen am Vertrage zu erlangen hofften. So-bald man etwas von denselben erführe, würde man es den beidenStädten zur Kenntniß bringen.

S7 ^smonent »t in mutstione lortulitioruni — supersknlonnt — imOriginal. Der Sinn ist klar und zieht si-b auf die Entlassung desObersten Guler's als Commandanten der Rheinsibaiize,- die Ilcbersezungließ sich kaum ander» geben.