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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Nach Mailand zur

639. von dem Rathe dazu delegirt und begleitete sie auch Tags darauf den16. zu Wagen nach Mailand, wo ihnen bis auf zwei Meilen vor derStadt, bei Cagnola, die Grafen Antonio Bigtia, Giacomo Mandeüound Pyrrho Visconti mit vieler Pracht und einer großen Begleitungvon Wägen entgegengekommen waren und sie darauf in die Stadtführten.

Der Marguese Leganez war abwesend und seine Stelle wurde vondem Cardinal Theodor Trivultio vertreten. Demungeachtet fandenalle Unterhandlungen durch den Doctor Casnedo statt. Anwesendund durch die Spanier beigezogen, waren ferner Nikolaus Paravicini,Kanzler des Veltlins, Giac. Venosta, Doctor beider Rechte, CamillsSohn, Hauptmann Giov. Guicciardi und Peltizario de Pellizariis,» Commiffarius zu Cläven. Sie alle sezten Himmel und Holle in Be-wegung, damit die Justizverwaltung ihnen nicht genommen würde,erreichten jedoch nur, daß nicht Jedermann, sondern lediglich die Amt-leute, wie Decane und Consoles, den Schwur zu leisten brauchten.Lange wurde dann über die Sicherstellung der katholischen Religion,über die Gerichtsbarkeit und die Ansprüche des Bischofs von Comoverhandelt, wobei derselbe fast Alles durchfezte, was er wollte. Umdann auch in Etwas die Gesinnung der bündnerischen evangelische»Prediger und ihrer Anhänger für sich zu gewinnen, war auch davondie Rede, den eingebornen protestantischen Clävnern das Einwohnungs-recht zuzugestehen, wozu die Spanier jedoch nur unter der Bedingungsich herbeilassen wollten, daß eine gleichartige Zusage den katholischenGeistlichen bezüglich der von ihnen in den Bünden verlangte» Freiheit(sie waren nämlich durch den Jnnsbrucker Tractat ausgeschlossen wor-den, damit sie weder in kirchliche noch politische Dinge sich zu mischenvermöchten) geleistet würde. In Folge dessen wurden Reversalbriefefolgenden Inhalts ausgestellt:

„Der Marguese Leganez gestattet es Namens des katholischenKönigs, daß eingeborne Clävner Protestanten in der gedachten Graf-schaft Cläven wohnen dürfen, vorausgefezt, daß sie weder Privat- nochöffentliches Aergerniß geben nnd sich den Vorschriften gemäß betragen,welche der Bischof von Como geben wird. Hinwiederum versprechendie bündnerischen Gesandten Namens ihrer Herren und Obern, katho-lischen Geistlichen wie weltlichen Personen, im Genusse voller kirch-licher Freiheit in den Bünden sich aufzuhalten, und ferner, daß nichtsan demjenigen geändert werde, was am 23. Juli, als der lezte Beitag