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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Ratifikation des FricdenstractatS.

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zu Jlanz statthatte, beobachtet wurde, — im Uebrigen jedoch stets 1639.sowohl die Jnnsbrucker als die eben abgeschlossenen Kapitulationen,welche mit Ausnahme des gegenwärtigen Einverständnisses in Kraftzu verbleiben haben, vorbehalten. Lezteres tritt übrigens erst dannin Kraft, wenn innert sechs Monaten auf beiden Seilen die Appro-bation durch die Oberbehörde stattgefunden haben wird. Bis undso lange hat der anderwärtige Vertrag Geltung. Actum ebenfallsam 3. September 1639.

Man erwartete nun lediglich noch die Ankunft des Marquese undStatthalters Leganez, welcher der Feierlichkeit persönlich beizuwohnenwünschte und Donnerstags den 1. September zu Mailand anlangte.Sonnabends darauf den 3. September wurde dann im großen Saaledes herzoglichen Palastes der ewige Friede auf das heilige Evangeliumbeschworen, wobei der Sccretar Platono alles mit lauter Stimmevorlas. Es wurden, außer den gedachten Reversalbriefen, vierzig Ar-tikel in Ansehung der Religion und der Verhältnisse in den Unter-thanenlanden festgesezt und von den Gesandten unterzeichnet. Ihrenvollständigen Inhalt werde ich im Verlaufe der Geschichte, nach Mit-theilung der Besizergreifung der Unterthanenlande, in Kürze bei-fügen. '0

Tags darauf, es war Sonntags den 4. September, wurden die

Bemerkenswerth mag folgendes sein. Als der Kanztler des Velt-lins und die übrigen Depnlirten der Ilnterthanenlande keine» Auswegmehr sahe» und ibne» der Marquese Leganez kurz und rn.ch heraus er-klärte. es habe der König von Spanien der von ihnen angesprochenenFindest halber, sein Gebiet anf das ungewisse Spiel keS Krieges geseztund wolle durchaus keine Erwähnung der Sache mebr boren, indem sie sichihre» wahren und rechtmäßige» Herren, den Bündner», z» unterwerfe»hätten, damit zufrieden, daß für die katholische Religion auf ewige Zeitengesorgt worden sei, — gestand der abgedachte Kanzler, ein obs-don kluger,dennoch offenherziger Mann, zu einigen ihm vertraute» bnndneriichenGesandte», er hätte es immer vorausgesagt, und ernstlich befürchtet, daßsich die Bündner mit den Spanier versöhnen und diese dann die Justiz-verwaltung (stets die Hauptsache in einem democratischen Gemeinwesen)wieder in deren Hände legen würde». Bon den Franzose» seien sie ihrerSache gewiß gewesen, daß sie es nicht thäten. Er wünsche nur, daßdie Bündner, die Verwaltung der Justiz und Beobachtung der Geseze undStatute» so handhaben würden, wie es einem gütige» Vater geziemt,wogegen die Veltliner ihrerseits es an der Pflicht gehorsamer Söhneund llnterthanen nicht fehlen z» lassen gedächte».