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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Verhandlungen zu Innsbruck wegen

1639. Die alten Tractate sowie die Erbeinigung vom Jahre 1518 nachihrem Wortlaute zu erneuern, dafür zu sorgen, daß alle seit dem Jahre1620 an jenen vorgenommenen Aenderungen und Modificationenwegfielen, zumal der, gleichsam durch Gewalt (denn damals schalteteund waltete ein kaiserliches Heer in den Bünden) aufgedrungene Ver-trag vom Jahre 1629, und endlich dahin zu trachten, .daß Jedermannin den Genuß der Rechte, welche er vor dem Jahre 1620 besaß,gelange.

Die Boten reisten am 6. Januar 1640 ab, in ihrer BegleitungNamens des Bischofs von Cur auch der Dompropst daselbst, ChristophMohr.

In eben diesem Monate wurde Johann Kopp PrämonstratenserMönch, von den Deinigen zum Abte von St. Luzius bei Cur erwählt.Seit dem Jahre 1529, in welchem Theodor Schlegel^ enthauptetworden war, hatte es zu St. Luzius keine Aebte mehr gegeben, weß-halb die Eurer die Wahl sehr übel vermerkten und gegen dieselbe, alseine Neuerung, protestirten.

Namens der Erzherzogin wurden Joh. Andreas Papp, Doctorbeider Rechte und Kanzler des Tirols, und der Freiherr Anselm vonFels zu Commiffarien ernannt. In Sachen der Religion verhandelteJoh. Peter Malaspina, Jesuit und Gewissensrath ^ Ihrer Durch-laucht, der Erzherzogin.

Als man dann lange genug zu Innsbruck verweilt hatte, kam einTractat, den sie Evcutnalvertrag nannten, zu Stande, zu Folgewelchem vor allem aus die Kapuziner im Unterengadin, sowohl bezüg-lich ihrer Verhältnisse, in welchen sie bisher gelebt, als der Orte, wosich aufgehalten hatten, vollkommen restituirt werden sollten. Es be-willigte die Erzherzogin ihren bündncrischen Unterthanen (es wurdedieser Ausdruck gebraucht) im Unterengadin und den acht Gerichten,neben dem katholischen Glauben (ihn führte man zuerst auf) auch dieUebung des evangelischen. Die Erbeinigung sollte mit demjenigen,

67 6opius im Original, — Coppius bei s Porta. Dieser fügt hinzu,der neue Abt babe »ach Einseznng in seine Würde den Thurm, dasChor und die Sakristei seines GoltShauses wieder restauriren lassen.Uistor. liessen,. II. 6l2.

Das diesjährige (Jahrgang 1856) bündnerische Mvnatsblalt ent-hält vor der Hand LeS Herr» Professors P. Kaiser Seite 61—86 einehistorische Skizze über denselben.

6S llieeclor Cnnsrientine.