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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Erneuerung der Erbeinigung.

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worüber man sich eben geeinigt hätte'", erneuert werden. Die bünd- 1610.nerischcn Boten verlangten, wie bemerkt, durchaus, daß der Jnns-brucker Vertrag vom Jahre 1629 aufgehoben würde. Dazu gabendie erzherzoglichen Commissarien nur nach vielfachen Schwierigkeitenihre Einwilligung und auch nur unter Beifügen der Klausel, daßwenn die Kapuziner nicht restituirt würde», die Erzherzogin, so wenigübrigens als die Bündner, im Mindesten gebunden sein sollte.

Als die Unterengadiner von diesem Eventualvertrag Kenntniß er-hielten, wurden sie nicht wenig aufgebracht und gaben ihrem BotenUlrich v. Porta die schriftliche Weisung, anständig, aber in fester Weisediesem Vorgehen sich z» widersezcn und Verwahrung dagegen einzu-legen, dann aber Innsbruck zu verlassen. Später, den 18. April,wiederholten sie diese feierlichen Proteste am Beitag zu Cnr durch ihreBoten, beifügend, sie könnten und dürften unter keine» UmständenUnterthanen genannt werden, da sie zu keiner Huldigung" ver-pflichtet wären und von den Rechten, welche der Erzherzogin gehörten,ebenso wie der Bischof von Cur ein Vierttheil besäßen, — selbe aberzudem sich weder auf die Religion noch Politische Angelegenheitenund Oberhoheit bezogen, in welcher Hinsicht sie ganz die nämlicheFreiheit, wie die übrigen Bündner genvßen. Auch die Boten der achtGerichte beriefen sich in bescheidenen Worten auf ihre Freiheit inReligionssache», in der Politik und bezüglich der oberherrlichen Rechteauf die Vereinigung mit dem ganzen übrigen bündnerischen Staats-körper.

Die Engadiner gingen darauf noch die einzelnen Gerichte an undermähnten sie, unter Erinnerung auf ihr gegenseitig beschwornes un-auflösliches und ewiges Bündniß, ihre Rechte schüzen zu helfen, aucherhielten sie von den Meisten die Versicherung, man wolle ihnen zurAufrechthaltung ihrer politischen und religiösen Rechtsame beistehen.

Es wurden dann mit dem Bericht über sämmtliche Verhandlungenam 8. Juni Christian Florin und Georg Wiezel nach Innsbruck 'ge-sandt, doch brachte» sie außer guten Worten nichts von dort zurück.Vielleicht, hieß es, könne der Name „Unterthanen" bei den Engadinernmit der Zeit vergessen werden, doch müsse man alles Ihrer kaiserlichenMajestät, als dem obersten Tutor der Erzherzogin, anheimstellen.

70 kosüus kereöitiirium oum compaclstis (in, vocnnl gurre 6e novoaölliserant) renovrmrtuni esse, — im Originale.

7> lloinnßüiin, — im Original.